BBT-Gruppe
 
 
 
 
 

Muskelschwund im Alter – die unterschätzte Gefahr

Das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur lädt am Mittwoch, 13. März (18.30 Uhr), zu einer Abendvorlesung mit dem Thema „Muskelschwund im Alter - die unterschätzte Gefahr" in das Brüderkrankenhaus nach Montabaur ein. Geleitet wird die Veranstaltung von Dr. med. Björn Birkenhauer (Leitender Arzt in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie).

Muskelschwund im Alter – die unterschätzte Gefahr

Wenn Menschen im Laufe des Lebens körperlich schwächer werden, gilt das oft als harmlose Alterserscheinung. Es leiden jedoch 50 Millionen Menschen weltweit unter so starkem, altersbedingtem Muskelschwund (Sarkopenie), dass sie Gefahr laufen oft zu stürzen oder ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen zu können. Laut der Europäischen Arbeitsgruppe für Sarkopenie könnte diese Zahl in den nächsten 40 Jahren auf mehr als 200 Millionen Betroffene weltweit steigen. „Sarkopenie ist eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr“, sagt Tommy Cederholm, Professor für Klinische Ernährung an der Universität Uppsala in Schweden. „Das größte Problem ist die mangelnde Aufmerksamkeit – auch unter Fachleuten. Dabei kann man den Verlauf des Muskelschwunds bremsen.“ 

„Wir sprechen von Sarkopenie, wenn sowohl die Muskelmasse als auch die Muskelfunktion abnimmt“, so Cederholm. Etwa ab dem 30. Lebensjahr beginnt ein physiologischer Umbau von Muskulatur in Fettgewebe von 0,3 bis 1,3 Prozent pro Jahr. „Unternimmt man nichts dagegen, gehen so rund 30 bis 50 Prozent der Muskelmasse bis zum 80. Lebensjahr schleichend verloren“, sagt Professor Dr. Cornel C. Sieber von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Doch eine gute Muskulatur ist die Voraussetzung für körperliche Leistungsfähigkeit. „Sie ist auch entscheidend, um alltägliche Aktivitäten wie etwa Aufstehen, Anziehen, Treppensteigen oder Einkäufe selbstständig zu bewältigen“, sagt der Geriater. Auch hilft eine trainierte Muskulatur, die Sturzgefahr zu reduzieren. Sie erhöht die Widerstandskraft und trägt dazu bei, Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel und Gehirnfunktionen aufrechtzuerhalten. (Quelle: www.vitanet.de)

Im Rahmen der Abendvorlesung möchte Dr. Birkenhauer für dieses Problem sensibilisieren und Prophylaxe-Empfehlungen für den Alltag geben. Die Veranstaltung findet im Raum Johannes von Gott (UG) statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  

 
 
 
 
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen