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Politik verspricht mehr Geld für Pflege: Brüderkrankenhaus startet Personaloffensive

Am 1. Januar 2019 ist das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) in Kraft getreten, das unter anderem regelt, dass „jede zusätzliche und jede aufgestockte Pflegestelle am Bett vollständig finanziert wird“. Das Direktorium des Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn hat daraufhin beschlossen, diese Finanzierungschance des Gesetzgebers zu nutzen und eine Personaloffensive zu starten.

Politik verspricht mehr Geld für Pflege:  Brüderkrankenhaus startet Personaloffensive

Etwa zehn Vollzeit-Stellen sollen im Brüderkrankenhaus zeitnah zusätzlich besetzt werden, im ebenfalls zur BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier) gehörenden Marsberger St.-Marien-Hospital fünf Vollzeit-Stellen. Dabei geht es sowohl um Neueinstellungen als auch um schon bestehende Teilzeitstellen, die aufgestockt werden. Außerdem wurde allen Auszubildenden der Schule für Gesundheitsfachberufe am Brüderkrankenhaus St. Josef, die im März ihr Examen ablegen werden, ein Vertrag angeboten, so dass demnächst voraussichtlich 13 frisch examinierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen ihren Dienst im Brüderkrankenhaus antreten werden.
 
Laut dem neuen Gesetz werden ausschließlich solche zusätzlichen Pflegestunden voll finanziert, die examinierte Pflegefachkräfte am Bett, also in der unmittelbaren Patientenversorgung auf den Stationen, leisten. Examinierte Kräfte in den Funktionsbereichen oder Krankenpflegehelfer werden nicht finanziert. Grundlage für die Berechnung der zusätzlichen Pflegestellen sind die entsprechenden Vorjahreszahlen der Einrichtung.
 
„Es ist sicherlich eine sehr positive Entwicklung, dass mehr Geld ins System gebracht wird“, beurteilt Pflegedirektor Klaus Niggemann das neue Gesetz. „Durch die Aufstockung der Pflegestellen wollen wir die Bedeutung der Pflege direkt am Krankenbett unterstreichen und unseren Mitarbeitenden ermöglichen, ihrer anspruchsvollen Tätigkeit mit noch mehr Zeit für die Patienten nachzukommen.“
 
Die Entscheidung für die Personaloffensive ist gefallen, obwohl die Ausgestaltung und Handhabung des Gesetzes noch nicht klar geregelt ist. So gilt beispielsweise die Finanzierung zunächst nur bis Jahresende. Ab 2020 ist dann eine Umstellung der Krankenhausvergütung geplant, die die Kosten für Pflegepersonal gesondert betrachten soll, deren Details und konkrete Auswirkungen auf die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen jedoch noch nicht bekannt sind.
 
„Trotz der damit verbundenen Unsicherheiten ist es für uns klar, dass wir diese Finanzierungschance ergreifen. Für unsere Mitarbeitenden in der Pflege und damit insbesondere für eine noch bessere Versorgung der uns anvertrauten Patienten“, erläutert Christoph Robrecht, Regionalleiter der BBT-Region Paderborn / Marsberg.

 
 
 
 
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