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Blut im Stuhl? Nicht warten, sondern handeln!

Beim Gesundheitsgespräch appellierten Dr. Ulrich Pannewick und Dr. Dieter Weiling an die Eigenverantwortung der Patienten

Blut im Stuhl? Nicht warten, sondern handeln!

 „Wer Blut im Stuhl entdeckt, sollte nicht zögern und auf jeden Fall einen Termin beim Hausarzt vereinbaren“ – Dr. Ulrich Pannewick, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie des Brüderkrankenhauses, wurde bei der Patientenveranstaltung Paderborner Gesundheitsgespräche deutlich: Nur eine Darmspiegelung könne dem Patienten Sicherheit geben, ob ein noch ungefährlicher Polyp die Ursache für die Blutungen sei, oder ob sich das Gewebe bereits bösartig verändert habe. 
 
Jahr für Jahr sterben deutschlandweit immer noch 25.000 Menschen an Darmkrebs. „Das ist eine Zahl, die sich verringern ließe“, bekräftigt Dr. Dieter Weiling,  Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie im Medico. Er appellierte an die Eigenverantwortung der Patienten: „Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Darmkrebs-Vorsorge. Von hundert Patienten nehmen aber nur 20 dieses Angebot wahr.“  
 
Die gute Nachricht ist: Wer vorsorgt, hat Chancen, einen entstehenden Krebs zu verhindern. Die schlechte Nachricht: Darmkrebs tut erst einmal nicht weh. Menschen, die nicht zur empfohlenen Vorsorge gehen und erst bei massiven Beschwerden den Arzt aufsuchen, kommen oft zu spät: Darmkrebs streut, wenn er nicht behandelt wird. Über die Lymphe sind die Krebszellen schnell überall im Körper.
 
Die Mediziner machten den rund 50 Zuhörern Mut, sich der Untersuchung zu unterziehen. Auf Wunsch bekommt der Patient vor der Darmspiegelung ein Medikament, das ihn sediert: Er schläft dann und spürt von dem Eingriff überhaupt nichts. Der Eingriff dauert durchschnittlich nicht länger als 20 Minuten. Dabei schiebt der Arzt das Endoskop vorsichtig durch den After in den Dickdarm, der etwa 1 bis 1,5 Meter lang ist. Erst beim Übergang zum Dünndarm zieht er das Instrument Stück für Stück zurück und beobachtet am Monitor detailliert die Darmschleimhaut.
 
„Die Spiegelung des kompletten Darms ist eindeutig die beste Methode, um Vorstufen von Darmkrebs zu erkennen, diese sofort in einer Sitzung vollständig zu entfernen und damit der Darmkrebsentstehung den Boden zu entziehen“, so Weiling.
 
Risikogruppen
Wenn die Eltern an Darmkrebs erkrankt sind, müssen deren Kinder unbedingt früher mit der Vorsorge anfangen. Üblicherweise beginnt diese für Männer ab 50 und für Frauen ab 55 Jahren. Ein Beispiel: Ist die Mutter mit 55 Jahren an Darmkrebs erkrankt, sollten Sohn oder Tochter ab 45 Jahren unbedingt eine Darmspiegelung durchführen lassen. Die Untersuchung wird in diesem Fall als „indizierte Untersuchung“ eingestuft und von der Krankenkasse bezahlt.

Dr. Ulrich Pannewick (l.) und Dr. Dieter Weiling ermunterten die Zuhörer, zur Darmkrebs-Vorsorge zu gehen.
Dr. Ulrich Pannewick (l.) und Dr. Dieter Weiling ermunterten die Zuhörer, zur Darmkrebs-Vorsorge zu gehen.
 
 
 
 

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