
Das Strukturierte Teilhabegespräch (STG) hilft uns, die individuellen
Bedürfnisse und Ziele von Klient*innen noch gezielter zu erfassen und ihre
Teilhabemöglichkeiten effektiv zu verbessern. Hier finden Sie kompakte
Antworten auf Ihre Fragen rund um die Funktionsweise, Nutzung und den Mehrwert
des STG.
STG steht für Strukturiertes TeilhabeGespräch. Damit ist ein Themenkatalog gemeint, über den systematische Teilhabegespräche auf der Grundlage des ICF (International Classification of
Functioning, Disability and Health) mit Klient*innen Ihrer
Einrichtung geführt werden können. Neben einer 5-stufigen Skalierung der
Antworten, ist eine Kommentierungsfunktion vorhanden. Damit wird
sichergestellt, dass das Teilhabegespräch zu einer nachhaltigen, individuellen
und intensiven Auseinandersetzung mit den aktuellen Teilhabebedarfen der
Klient*innen führt. Über die Kommentierung können Sie weitere Informationen
erfassen, die beispielsweise für die Qualitätssicherung, Hilfeplangespräche mit
Leistungsträgern oder die Weiterentwicklung der passgenauen
Unterstützungsangebote für Ihre Klient*innen wichtig sind. Die skalierten
Auswertungen können anonymisiert und kumuliert werden und als ein Element für
einen Wirksamkeitsnachweis genutzt werden.
Mit Einführung des BTGHs wurde erstmals beschrieben, dass für die Erbringung der Leistungen wir uns systematisch mit Fragen der Wirkung und Wirksamkeit der erbrachten Leistungen auseinandersetzen müssen. Im sozialen Kontext ist dies nicht immer einfach, da direkte kausale Zusammenhänge zwischen einer Leistung und einer Wirkung nicht hergestellt werden können. Mit dem STG ® möchten wir dazu einen ersten Schritt gehen und dabei deutlich machen, dass soziale Arbeit in der unmittelbaren Beziehung zu Klient*innen geschieht und ein dialogischer Prozess ist. Da alle Gespräche über ein Kennzahlenboard anonymisiert erfasst und ausgewertet werden können, ist das STG ® auch sehr gut für die Erstellung von Qualitätsberichten geeignet.
Das STG ® wurde in einem mehrjährigen Prozess gemeinsam mit Mitarbeitenden entwickelt, die unmittelbar in die therapeutische und soziale Arbeit mit Klientinnen und Klienten involviert sind. In mehreren Phasen wurde das Instrument evaluiert und angepasst.
Im Rahmen des
Forschungsprojektes haben wir im Frühjahr 2026 das STG evaluiert. Es umfasst
nun 10 Gesprächsimpulse und zwei zusätzliche Impulse zur Zufriedenheit.
In Connext Vivendi ist dafür ein Formulartool vorhanden. Über das Kennzahlencockpit NG können die Ergebnisse einrichtungs- oder trägerbezogen zusammengefasst und unterschiedlichste Auswertung erstellt werden.
Alternativ kann das STG mit einem HTML Tool genutzt werden. Aktuell arbeiten wir auch an der Entwicklung einer APP STG ® .
Für Einrichtungen, die das STG nutzen möchten, haben wir
ein Multiplikatoren Konzept entwickelt. Wir bieten dafür eintägige
STG-Lotsenschulungen an. Die Schulungen können Sie für Ihre Einrichtungen
buchen oder an Schulungen in der BBT-Gruppe in Koblenz teilnehmen. Die
laufenden Termine veröffentlichen wir hier auf der Homepage.
Im Oktober 2024 startete ein
dreijähriger Forschungsprozess zur Evaluierung des Instrumentes. Das
Forschungsprojekt wird finanziell durch das Land Rheinland-Pfalz - Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung - gefördert.
Wenn Sie weitere Informationen zu dem Instrument haben möchten, an dem Forschungsprojekt interessiert sind oder das Instrument gerne in Ihrer Einrichtung nutzen möchten, kontaktieren Sie uns über
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!
Ihr STG-Team
Sie möchten in Ihrer Einrichtung das Strukturierte Teilhabegespräch (STG) nutzen, um auf der Grundlage wesentlicher ICF Kriterien in einen regelmäßigen und strukturierten Austausch mit ihren Klient*innen und /oder Bewoher*innen zu kommen und einen Wirksamkeitsnachweis auf der Grundlage des BTHGs zu entwickeln? Um Ihrer Einrichtung den Einstieg in das STG zu erleichtern, bieten wir Ihnen die Fortbildung zum STG-Lotsen an.
Inhalte und Themen:
| Referent*innen | Ruth Klein, Fachbereichsleitung Teilhabedienste BBT-Gruppe; Dipl. Soz.Päd. MScN und Lisa Bredel, Ex-In Genesungsbegleiterin (in Ausbildung); B.Eng. M.A. |
| Wann | 08. Oktober 2026 von 10.00 bis 15.30 Uhr |
| Wo | Erdgeschoss Zentrale (Haus St. Martin), Worklab, Kardinal-Krementzstraße 1-5; 56073 Koblenz |
| Hinweise zur Anreise | Vom Hauptbahnhof Koblenz aus erreichen Sie das Haus St. Martin auf dem Gelände des Brüderkrankenhauses fußläufig in ca. 5 Min. (großes zehnstöckiges Gebäude); vor dem Gelände können Sie auf dem öffentlichen Parkplatz Obere Löhr parken. |
| Verpflegung | Mittagessen in der Cafeteria, Kaffee, Mineralwasser |
| Methoden | Impulsreferate, Übungen zur Gesprächsführung, Einzelübungen |
| Gruppengröße | max. 18 Teilnehmer*innen |
| Anmeldung/Fragen | stg@bbtgruppe.de Anmeldungen nehmen wir bis 20. September 2026 an; Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt, bei zu hoher Teilnehmerzahl wird der Kurs wiederholt |
| Seminarunterlagen | Die Materalien werden gedruckt und digital zur Verfügung gestellt. |
| Voraussetzungen | Für die Teilnahme an der Fortbildung benötigen Sie eine schriftliche Vereinbarung mit der BBT-Gruppe zur Implementierung des STGs in der auch die Schulungskosten enthalten sind. |
Bei Fragen rund um das STG ® wenden Sie sich gerne an:
Ruth Klein
rklnbbtgrppd
Julian Mai
jmbbtgrppd
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