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Gesundheits- und Krankenpflege
 
Generalistische Pflegeausbildung

Viele Wege stehen offen!

Für viele Krankenhäuser ist die generalistische Pflegeausbildung Neuland. Nicht so in Bad Mergentheim, schon seit mehr als 15 Jahren werden die Auszubildenden dort möglichst umfangreich und vernetzt ausgebildet. Norbert Stolzenberger, Leiter des Caritas-Bildungszentrums, kennt daher die Vorteile des neuen Systems bestens.

Herr Stolzenberger, 2020 ist ein wichtiges Jahr für die Pflegeausbildung.

Das kann man tatsächlich so sagen. Mit dem Pflegeberufegesetz, das am 1. Januar in Kraft tritt, werden die Ausbildungen Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege zusammengefasst. Das bedeutet in erster Linie, dass Auszubildende nicht mehr wie bisher ausschließlich im Krankenhaus oder im Pflegeheim eingesetzt werden und dass sie gemeinsam Inhalte lernen. Wir bekommen also eine einheitliche Ausbildung in der Pflege, die sich somit theoretisch wie praktisch verändern wird.

Wie genau sehen die Veränderungen aus?

Wer früher beispielsweise Altenpflege gelernt hat, wurde in der Regel ausschließlich im Pflegeheim eingesetzt. Jetzt mit der neuen generalistischen Ausbildung lernen die Auszubildenden viele verschiedene Einsatzbereiche kennen. Für jeweils sechs bis zehn Wochen kommen sie auf Krankenhausstationen wie die Chirurgie, Orthopädie oder Gynäkologie, in Seniorenzentren und zu ambulanten Pflegediensten und damit zu Patienten nach Hause. Und sie können sogar Erfahrungen in der Psychiatrie oder in einem Reha-Zentrum machen.

Norbert Stolzenberger, Leiter des Caritas-Bildungszentrums, kennt die Vorteile des neuen Systems bestens.
Norbert Stolzenberger, Leiter des Caritas-Bildungszentrums, kennt die Vorteile des neuen Systems bestens.

Während das für viele Neuland ist, konnten Sie schon Erfahrungen sammeln.

Genau. Das, was jetzt mit dem neuen Pflegeberufegesetz bundesweiter Standard wird, bilden wir größtenteils schon ab. Seit 15 Jahren bieten wir hier in Bad Mergentheim eine integrative Pflegeausbildung an, es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt mit Genehmigung des Sozialministeriums. Das bedeutet, dass wir die theoretischen Inhalte schon zu 85 Prozent abdecken und dass unsere Auszubildenden mehrere Praxisstationen durchlaufen. Wir werden also kaum etwas umstellen müssen. So konnten wir schon viele Erfahrungen sammeln und wissen, wie wir komplexe Zusammenhänge unseren Auszubildenden gut vermitteln können.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Wir wollen im Unterricht das vermitteln, was die Auszubildenden in der Praxis erleben. Daher arbeiten wir viel mit Fallbeispielen und besprechen im Unterricht ausführlich die anonymisierten Fälle.

Was ist der Gewinn der neuen Ausbildung?

Die Auszubildenden erhalten einen umfassenden Überblick und lernen vernetztes Denken. Wenn sie später beispielsweise in einem Pflegeheim arbeiten und einen Patienten aus dem Krankenhaus bekommen, können sie besser einschätzen, was im Vorfeld gewesen ist. Das war im alten System nicht der Fall. Vor allem bietet die neue Ausbildung bessere Karrieremöglichkeiten in der Pflege.

Inwiefern?

Die Auszubildenden lernen viele unterschiedliche Einsatzbereiche kennen und können sich später entscheiden, was ihnen am meisten liegt. Sie können beispielsweise in einer Stroke Unit oder im OP arbeiten, sie können im ambulanten Pflegedienst Menschen zu Hause versorgen oder die Leitung eines Wohnbereichs übernehmen. Ihnen stehen später viele Möglichkeiten offen, und sie können leichter deutschlandweit oder sogar EU-weit einen Job finden.

"Wir wollen im Unterricht das vermitteln, was die Auszubildenden in der Praxis erleben. Daher arbeiten wir viel mit Fallbeispielen und besprechen im Unterricht ausführlich die anonymisierten Fälle", so Stolzenberger.
"Wir wollen im Unterricht das vermitteln, was die Auszubildenden in der Praxis erleben. Daher arbeiten wir viel mit Fallbeispielen und besprechen im Unterricht ausführlich die anonymisierten Fälle", so Stolzenberger.

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