Zur Unternehmensseite
06.05.2020

Reinigung rund um die Uhr

Der Reinigungsdienst im Caritas-Krankenhaus ist in diesen Wochen rund um die Uhr im Einsatz. Das Team arbeite auch unter den erschwerten Corona-Bedingungen effizient und ziehe an einem Strang, loben Silvia Ritter und Dragica Buhin, Leitung und stellvertretende Leitung des Zentralen Reinigungsdienstes.

Kaum noch zu erkennen: ZRD-Mitarbeiterin Gülter Aydinli in voller Montur auf der E2.
Kaum noch zu erkennen: ZRD-Mitarbeiterin Gülter Aydinli in voller Montur auf der E2.

Von Helden des Alltags berichten alle Medien seit des Corona-Ausbruchs fast täglich. Sie meinen dabei vor allem Pflegekräfte, die neben der körperlich harten Arbeit zunehmend auch persönliche Fürsorge übernehmen müssen, LKW-Fahrer, die stundenlang im Stau stehen, und Kassiererinnen, die sich wegen Einkaufsbeschränkungen für Nudeln, Mehl und Toilettenpapier beschimpfen lassen müssen. An die Reinigungskräfte denkt kaum jemand. Doch gerade sie halten den Betrieb in Krankenhäusern und Seniorenheimen während der COVID-Pandemie am Laufen. Wird in Gesundheitseinrichtungen nicht fachkundig gereinigt, steht der Betrieb still. 

Dass der Zentrale Reinigungsdienst (ZRD) im Caritas-Krankenhaus in dieser privat wie beruflich schwierigen Zeit mehr als nur sein Bestes gibt, beweisen die mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue. ZRD-Leitung Silvia Ritter und Stellvertreterin Dragica Buhin haben direkt beim Corona-Ausbruch ihr Team so umgestellt, dass der Spätdienst statt bis 20.15 Uhr, bis 22 Uhr im Einsatz war. "So konnten wir den Mehraufwand, der durch Corona-Tests, zahlreiche Entlassungen und Stationsumgestaltungen notwendig wurde, direkt auffangen", berichtet Silvia Ritter. "Anfang April sind wir dann sogar auf den 24-Stunden-Reinigungsdienst inklusive Nachtschichten umgestiegen." Die veränderten Arbeitszeiten seien nach etwas Umstellungszeit mittlerweile von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut angenommen worden. 

Dienstplan berücksichtigt Doppelbelastung

Silvia Ritter, Leitung des Zentralen Reinigungsdienstes
Silvia Ritter, Leitung des Zentralen Reinigungsdienstes

Zusätzlich zu diesen Änderungen finden in den Dienstplänen auch spezielle Bedürfnisse der Teammitglieder Beachtung. Dragica Buhin erklärt: "Einige Mitarbeitende haben Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zuhause, um die sie sich kümmern müssen. Auch solche Kolleginnen und Kollegen, die durch bestehende Erkrankungen zur Risikogruppe gehören, haben wir möglichst weit weg von infektiösen Abteilungen eingeplant." An der reinen Arbeitszeit, die eine Reinigungskraft für ein Patientenzimmer habe, habe sich nichts geändert. Eine reguläre Schlussdesinfektion nach Entlassung eines Patienten daure ungefähr eine Stunde. Hinzu kommen allerdings in den infektiösen Abteilungen wie Notaufnahme, Intensiv- oder Isolierstation die verschärften Hygiene- und Schutzmaßnahmen. So bleiben die Reinigungswagen grundsätzlich auf der jeweiligen Station und werden dort wieder aufbereitet. 

Dragica Buhin, stellvertretende Leiterin des Zentralen Reinigungsdienstes
Dragica Buhin, stellvertretende Leiterin des Zentralen Reinigungsdienstes

In jedem Zimmer werde in Einmalbenutzung jeweils mit Eimer und Lappen gereinigt. "Wir wollen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen gesund bleiben. Daher wird vor dem Betreten eines Zimmers auch die komplette Schutzausrüstung von Handschuhen über Haube hin zu Kitteln und FFP2-Maske angelegt. Nach jedem Reinigungsgang müssen Kittel und Handschuhe gewechselt werden. Alles in allem braucht man dann nochmal acht bis zehn Minuten zusätzlich pro Raum", berichtet Silvia Ritter. Diese zusätzliche Zeit werde dadurch kompensiert, dass aktuell statt nur einer einzigen Reinigungskraft zwei Mitarbeitende auf der Station parallel arbeiten. 

Dafür wurden weder neue Fachkräfte eingestellt noch Stellen aufgestockt, sondern Mitarbeitende im Caritas umverteilt. "Da beispielsweise Anästhesie und OP aktuell nur notwendige und unaufschiebbare Eingriffe durchführen, benötigen wir hier deutlich weniger Personal, dass wir anderweitig im Haus einsetzen", erklärt die stellvertretende ZRD-Leitung Dragica Buhin. Durch diese Umverteilung müsse außerdem niemand in Kurzarbeit oder außerplanmäßig in den Urlaub. "Unser Team arbeitet auch unter den erschwerten Corona-Bedingungen effizient und zieht an einem Strang. Dafür ein herzliches Dankeschön. Das gilt auch für alle Pflegekräfte und Ärzte, die uns für unsere Arbeit Wertschätzung entgegenbringen", loben die beiden. 

Text: Jasmin Paul

Diese Website verwendet Cookies.
Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Nutzungsverhalten zu sammeln. Personenbezogene Daten werden von uns nicht erhoben und bedürfen, wie z. B. bei der Nutzung von Kontaktformularen, Ihrer expliziten Zustimmung. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Diensten und zum Widerruf finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Ihre Einwilligung dazu ist freiwillig und für die Nutzung der Webseite nicht notwendig.