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29.04.2020

Schritt für Schritt zurück in den Klinikalltag

Vorbereitung Hüf-OP

Krankenhäuser kehren langsam zurück in den Normalbetrieb. Gesundheitsminister Jens Spahn und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hatten Ende April Konzepte zur Öffnung der Regelversorgung an den Kliniken veröffentlicht. Die Versorgung von Covid-19 Patienten bleibt sichergestellt - genauso wie der Schutz aller anderen Patienten vor einer Infektion. Besuche sind unter Auflagen wieder möglich.

"Die Zahl der Corona-Neuinfektionen entwickelt sich aufgrund der getroffenen Maßnahmen derzeit linear", heißt es in dem Ende April vorgelegten Konzept des Bundesgesundheitsministeriums. Dies lasse es nach fast sechs Wochen Aufschub und Absage verschiebbarer planbarer Operationen und Aufnahmen in den Kliniken zu, auch für die Kliniken schrittweise einen neuen Alltag zu entwickeln und ab Mai einen Teil der Krankenhauskapazitäten auch wieder für planbare Operationen zu nutzen.

"Dies ist wichtig, da auch das Verschieben von dringlichen Eingriffen, etwa bei Tumoren, oder von planbaren Operationen, etwa zum Hüftersatz, für die betroffenen Patienten gesundheitliches und seelisches Leid nach sich ziehen", heißt es weiter in dem Papier des Bundesgesundheitsministeriums. 

Schutzkonzepte für Patienten

Die Kliniken der BBT-Gruppe haben umfassende Schutzkonzepte für die schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb entwickelt - das Ziel: Das Risiko einer Ansteckung für Patienten und Personal zu minimieren. Grundlage sind die  Vorgaben des Robert Koch-Instituts, der jeweiligen Landesregierungen und Gesundheitsämter. Weiterhin werden Patienten mit Covid-19 getrennt in gesonderten Bereichen behandelt. Dazu werden (mögliche) mit dem Corona-Virus infizierte Patienten bereits am Eingang bzw. bei der Aufnahme identifiziert und in weiteren speziell separierten Corona-Bereichen behandelt.

Eigene Räume für infizierte Patienten

Dazu zählen etwa im Theresienkrankenhaus und im Diakonissenkrankenhaus in Mannheim Indexstationen für Patienten, die auf ihr Testergebnis warten, Isolationsstationen für Patienten, die Covid-positiv, aber nicht intensivpflichtig sind sowie im Theresienkrankenhaus eine Intensivstation für intensivpflichtige Patienten, auf denen jeweils speziell geschultes Personal arbeitet. Auch in der Zentralen Notaufnahme stehen zwei Bereiche zur Verfügung, in denen einerseits Covid-Patienten und Verdachtsfälle behandelt werden, andererseits Covid-freie Patienten versorgt werden können.

Test auf Corona vor OP

Patienten, die zu einer geplanten Behandlung oder Operation ins Haus kommen, werden zwei Tage vor deren Aufnahme auf Corona getestet. Erst bei negativem Ergebnis wird die Behandlung wie geplant durchgeführt. Dabei gilt nach wie vor zum Schutz aller Maskenpflicht, den gebotenen Mindestabstand einzuhalten und regelmäßig die Hände zu desinfizieren. 

Das sollten Sie als Patient wissen

Vor der Behandlung prüfen die Mitarbeitenden in den Ambulanzen anhand einiger Fragen, wie hoch das Risiko ist, dass Sie mit dem Coronavirus infiziert sind. Das kann im Vorfeld telefonisch oder bei Betreten des Hauses abgeklärt werden. Fragen sind etwa: 

  1. Hatten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu Personen, die mit Corona infiziert waren? 
  2. Haben Sie Erkältungssymptome? 
  3. Wurden Sie bereits auf SARS‐CoV‐2 getestet oder sind Sie infiziert? 
  4. Stehen Sie unter Quarantäne? 
  5. Hielten Sie sich während der vergangenen 14 Tage in einer anderen Klinik, in einer Senioren- oder Pflegeeinrichtung oder in einer Behinderteneinrichtung auf? 

Vor einer stationären Aufnahme werden Sie auf Sars-CoV2 getestet oder bringen ein aktuelles, negatives Testergebnis mit. Auch am Aufnahmetag und während des gesamten Krankenhausaufenthaltes werden regelmäßig Abstriche genommen.    

Das sollten Sie selbst tun: 

  • Tragen Sie einen Mundschutz 
  • Vermeiden Sie Kontakt zu anderen Patienten 
  • Halten Sie zu anderen Personen Abstand von mindestens 2 Metern 
  • Desinfizieren Sie Ihre Hände beim Betreten und Verlassen des Hauses bzw. des Zimmers 

Sie erhalten jederzeit umfassende Informationen zu den in der Klinik vorgesehenen Schutzmaßnahmen.

Stationäre Patienten können unter bestimmten Auflagen - die Sie auf den Internetseiten der jeweiligen Kliniken finden - wieder Besuch empfangen. "Wir freuen uns, dass wir im Zuge der Lockerungen nun auch in den Krankenhäusern wieder schrittweise und zunächst vorsichtig Besuche zulassen und so für unsere Patienten und ihre Angehörigen die Situation angenehmer gestalten können", sagt Christoph Robrecht, Hausoberer im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn. 

Das sollten Sie als Besucher wissen

Besuch ist nur zu bestimmten Zeiten möglich - Näheres erfahren Sie in der Klinik oder vorab auf den Internetseiten. 

Am Eingang füllen Sie eine Erklärung aus, dass Sie selbst keine Symptome von Covid-19 haben, nicht infiziert sind, nicht unter Quarantäne stehen und keinen Kontakt zu Menschen hatten, auf die dies zutrifft.

Sie erfahren alles zu den Hygiene- und Abstandsregelungen für die Besuchszeit und hinterlassen Ihre Kontaktdaten. 

Während der vergangenen Wochen haben alle Kliniken die Behandlung dringend medizinischer Fälle sichergestellt. Vorrangig müsse nun darüber hinaus die Versorgung für drei Gruppen ins Auge gefasst werden, betont die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG):

    • Patienten, bei denen eine Verschiebung der Behandlung die Lebenserwartung verkürzen würde, auch im Verdachtsfall
    • Patienten, bei denen eine Verschiebung der Behandlung zu einer dauerhaften und unverhältnismäßigen Funktionseinschränkung führen würde, auch im Verdachtsfall 
    • Patienten mit deutlich lebensqualitätseinschränkenden Symptomen.

Viele Behandlungen lassen sich nicht unbegrenzt aufschieben. Daher sollten Patienten nicht aus Sorge vor einer möglichen Infektion einen Klinikaufenthalt auf unbestimmte Zeit aussetzen. Die Sicherheitsvorkehrungen sowie das Freihalten der notwendigen Kapazitäten für eine mögliche neue Infektionswelle lassen eine schrittweise Rückkehr zum Regelbetrieb zu.  

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