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20.04.2020

Schutz vor Ansteckung: Die Stunde des Einkaufs

Im Kampf gegen COVID-19 werden Schutzmittel zur Mangelware

Ohne Schutz ist alles nichts: Um die Patienten, Klienten und Bewohnern in den Einrichtungen der BBT-Gruppe weiterhin versorgen und betreuen zu können, ist die Vermeidung von Ansteckung mit dem Coronavirus eine wichtige Voraussetzung. Dafür kommt in der BBT-Gruppe viel Expertise zusammen, um mit Engagement und guten Ideen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen den Dienst für Menschen sicherzustellen.

Quelle: DGUV e.V.
Quelle: DGUV e.V.

Ob Kittel oder Masken, Desinfektionsmittel oder Handschuhe: Mit Corona ist die Nachfrage nach Schutzmitteln enorm gestiegen, die Preise explodieren, es herrscht Knappheit. Die Folgen fehlenden Schutzmaterials sind gravierend, das zeigt das Beispiel Spanien, das nach den USA zurzeit am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffene Land mit fast 170.000 Infizierten und 17.500 Toten. Seit Ausbruch der Pandemie infizierten sich dort fast 25.000 Ärzte, Sanitärer und Krankenschwestern. "Der Schutz unserer Mitarbeitenden ist die Grundvoraussetzung, um unseren medizinischen Versorgungsauftrag erfüllen zu können und zudem unsere Patienten, Klienten und Bewohner vor Ansteckung zu schützen", betont Dr. Albert-Peter Rethmann, Sprecher der BBT-Geschäftsführung. "Wir tun alles, um die Ausstattung unserer Mitarbeitenden mit persönlicher Schutzausrüstung gemäß den aktuellen Empfehlungen sicherzustellen. Dafür bündeln wir die Expertise verschiedener Bereiche in unserem Unternehmen und agieren sowohl dezentral in den Regionen der BBT-Gruppe als auch zentral von Koblenz aus", sagt Rethmann.

Wir haben es im Griff.

Hans-Jörg Jakob ist einer dieser Experten. Als Leiter des Zentralbereichs Einkauf und Logistik in der BBT-Gruppe sorgt er gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen in den Regionen und Einrichtungen dafür, dass das bereit steht, was gebraucht wird. "Die gegenwärtige Situation ist nicht komfortabel, aber wir haben sie im Griff. Wir sind im Einkauf sowohl zentral als auch dezentral unterwegs, um das Notwendige zu besorgen", sagt Jakob. "Die Rahmenbedingungen sind dabei eine echte Herausforderung . Sowohl die Lieferzeiten als auch die Preise sind in einem Ausmaß explodiert, die vor der Corona-Krise nicht vorstellbar waren", so der Einkaufsleiter. Erfahrung, gute Nerven und noch bessere Ideen sind die Währung, die zurzeit in allen Bereichen gefragt ist. "In einem täglichen Monitoring behalten wir den Überblick über unsere Bestände. Wenn sich in einer Einrichtung Engpässe auftun, wird Material, das über den zentralen Einkauf geordert wurde, bereitgestellt", erklärt Jakob. "Wir haben es im Griff", versichert er, "allerdings machen wir auch große Klimmzüge, um es im Griff zu halten. Es gelingt uns bisher gut, jedes Loch, das sich auftut, zu stopfen, auch wenn der Aufwand enorm ist."  

"Die Schwierigkeit ist, dass es sich bei der persönlichen Schutzausrüstung ausschließlich um Einmalmaterial handelt. Der Verbrauch ist enorm und steigt mit jedem Patienten an. Unsere Mitarbeitenden gehen deshalb sehr verantwortungsvoll mit dem vorhandenen Material um", erläutert Dr. Albert-Peter Rethmann. Einmaliger Gebrauch, das bedeutet: verwenden und wegwerfen. Doch auch Einmalmaterial kann aufbereitet werden. "Unsere Hygienikerinnen und Hygieniker diskutieren bereits das Pro und Contra. Zum jetzigen Zeitpunkt verzichten wir darauf, weil die Notwendigkeit nicht besteht. Zurzeit stehen Schutzmittel in ausreichender Menge zur Verfügung und die Einmalverwendung ist das sicherste Verfahren", so der Geschäftsführer. "Eine Aufbereitung wird nur im äußersten Notfall zur Anwendung kommen", betont er. (Bettina Hauptmann)

Empfehlungen des RKI zur persönlichen Schutzausrüstung im Gesundheitswesen (Stand 14.4.2020)

Das Robert Koch Institut (RKI) führt in seinen Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 aus, dass die bisher vorliegenden Informationen zur Verbreitung des SARS-CoV-2 zeigen, dass Übertragungen insbesondere bei engem und ungeschütztem Kontakt zwischen Menschen vorkommen, zum Beispiel bei häuslichem oder medizinisch pflegerischem Kontakt. Nach derzeitigem Kenntnisstand erfolge die Übertragung in erster Linie über Tröpfchen, etwa beim Husten und Niesen, sowie bei bestimmten medizinischen Maßnahmen, die mit Aerosolbildung einhergehen (z.B. der Bronchoskopie oder der Intubation). Eine indirekte Übertragung, zum Beispiel über Hände oder kontaminierte Oberflächen im klinischen Umfeld, sei laut RKI ebenfalls zu bedenken. 

Aus den bisher bekannten Daten und Erfahrungen mit anderen Coronaviren leitet das RKI Hygienemaßnahmen ab, um eine Ausbreitung in Einrichtungen des Gesundheitswesens möglichst zu vermeiden, so auch zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) für Personal. Die PSA besteht aus Schutzkittel, Einweghandschuhen, mindestens dicht anliegendem Mund-Nase-Schutz (MNS) bzw. Atemschutzmaske und Schutzbrille. Bei direkter Versorgung von Patienten mit bestätigter oder wahrscheinlicher COVID-19 sollten bevorzugt FFP2-Masken getragen werden (Schutz vor Aerosolen und Tröpfchen). Wenn FFP2-Masken nicht zur Verfügung stehen, solle MNS getragen werden (Schutz gegen Tröpfchen), so das RKI.  

Das richtige Anziehen und Ablegen der persönlichen Schutzausrüstung kurz erklärt

In zwei Filmen demonstrieren die Kolleginnen und Kollegen aus dem Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim Schritt für Schritt das richtige Anziehen und Ablegen der persönlichen Schutzausrüstung.

Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung

Anlegen von Schutzkleidung

Ablegen der persönlichen Schutzausrüstung

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Ansprechpartner

Hans-Jörg Jakob
Leiter Zentralbereich Einkauf und Logistik
Kardinal-Krementz-Straße 1 - 5
56073 Koblenz

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