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23.04.2020 (aktualisiert am 06.11.2020)

Nähen gegen Corona

Helfer im GPBZ Mayen fertigen Schutzmasken

An die Nähmaschine: Viele fleißige Näherinnen und Näher helfen im Gemeindepsychiatrischen Betreuungszentrum und der KIS-Tagesstätte in Mayen bei der Versorgung mit dem Mundschutz. Stoffspenden und Freiwillige sind willkommen. 

Bunter Stoff, Garn und eine Nähmaschine: Fertig ist die Alltagsmaske.
Bunter Stoff, Garn und eine Nähmaschine: Fertig ist die Alltagsmaske.

In Zeiten des Coronavirus brauchen wir sehr viele Alltagsmasken. Zum Glück gibt es viele fleißige Näherinnen und Näher, die bei der Mundschutz-Versorgung mithelfen. So auch im Gemeindepsychiatrischen Betreuungszentrum und der KIS-Tagesstätte in Mayen. Bisher wurden dort Herzkissen genäht, um Frauen Mut zu machen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Jetzt sind es eben Schutzmasken, die dort mit geschickten Handgriffen, etwas Faden und bunten Stoffen entstehen. An der Aktion sind viele unterschiedliche Menschen beteiligt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Klientinnen und Klienten und weitere Freiwillige: Jeder trägt einen Teil dazu bei, dass viele Menschen vor einer Ansteckung geschützt werden können.  

Birgit Engels, Simone Batta und Nicole Jung sind für die Planung und Organisation zuständig. Sie machen im Internet auf die Aktion aufmerksam und bitten gleichzeitig um Unterstützung. Zum Beispiel, in dem sie Menschen dazu aufmuntern, neue Stoffe vorbeizubringen. Damit sie die Spender nicht anstecken können oder umgekehrt, sollen die Stoffe einfach vor ihren Haustüren, oder dem GPBZ abgelegt werden. Ob Tischdecken, Bettlaken, Baumwolle oder Leinen: Vieles was sich zuhause finden lässt, kann benutzt werden. Und so hat sich rasch ein buntes Allerlei von Stoffen mit den verschiedensten Mustern angesammelt.

Stoffe und Helfer gesucht

Aber es geht nicht nur um Stoff-Spenden, auch an den Nähmaschinen werden fleißige Helferinnen und Helfer gesucht. Wenn sich jemand dazu bereit erklärt, bekommt er ein Schnitt-Muster zugeschickt. Das ist eine Art Anleitung für die Herstellung der Schutzmasken, von denen es zwei verschiedene Modelle gibt. Eines davon hat Ähnlichkeit mit den Masken, die Ärztinnen und Ärzte bei Operationen tragen. Mit dem Nähen ist die Arbeit aller jedoch noch nicht getan.

Im luftdichten Beutel und mit einem Aufkleber des farbenfrohen Herzkissen-Symbols verpackt, wird der fertige Mundschutz verteilt.
Im luftdichten Beutel und mit einem Aufkleber des farbenfrohen Herzkissen-Symbols verpackt, wird der fertige Mundschutz verteilt.

Damit die Schutzmasken getragen werden können, müssen zunächst alle Keime darauf entfernt werden. Die Masken werden deshalb noch gewaschen und in einen luftdichten Beutel gepackt. Jetzt fehlt nur noch ein Aufkleber mit dem farbenfrohen Herzkissen-Symbol, bis der Mundschutz fertig ist und verteilt werden kann.  

Ein gutes Gefühl, Menschen in Not zu helfen

Monica Junglas-Mosen aus St. Augustin in der Nähe von Bonn ist eine der vielen Helferinnen bei der Mundschutz-Aktion. Schon bei der Herstellung von Herzkissen hat sie oft und gerne an der Nähmaschine gesessen. Sie unterstützt die Näherinnen und Näher aus Mayen, weil sie sich noch immer mit ihrer Heimat verbunden fühlt. Außerdem ist es einfach ein gutes Gefühl, für Menschen in Not da zu sein, ihnen Trost und Hoffnung zu spenden. Ein Gefühl, das in dieser Zeit so wichtig ist wie selten zuvor. 

Wichtige Hinweise zum Tragen und Reinigen der Schutzmasken

Bei den Schutzmasken handelt es sich um einen sogenannten Behelfs-Mund-und-Nasen-Schutz (BMNS). Dieser stellt lediglich eine Ergänzung zu anderen Hygienemaßnahmen dar und besitzt keine Zertifizierung als Medizin-Produkt. Er dient zuvorderst dem Schutz anderer Menschen, nicht dem Eigenschutz. Die Maske sollte beim Tragen eng anliegen und nach spätestens 3 bis 4 Stunden wieder abgelegt werden, um Keimbildung zu vermeiden. 

In die Innenseite kann je nach Modell ein Kaffeefilter oder eine Slipeinlage eingelegt werden, um Atemfeuchtigkeit aufzunehmen. Nach dem Tragen sollte die Maske schnellstmöglich gereinigt werden. Dabei sollte man nicht an die Außenseite fassen. Nach einer 60 Grad-Wäsche in der Maschine oder fünfminütigem Aufkochen im Topf ist die Maske keimfrei. Nach dem Trocknen kann man zusätzlich 10 Sekunden mit einem heißen Bügeleisen auf die Maske pressen, um Keime abzutöten. 

Wenn Sie weitere Informationen benötigen oder die Aktion unterstützen möchten, wenden Sie sich gerne an das GPBZ Mayen unter Tel.: 02651/070340

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