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07.09.2020
Entschieden gegen Viren: Grippeschutzimpfung 2020!

Gegen Grippe impfen?

Menschen weltweit warten auf eine Impfung gegen das Coronavirus. Viele vergessen dabei einen anderen Virus, der schwere Atemwegserkrankungen auslösen kann und gegen den es einen Impfschutz gibt: den Influenzavirus. Im Herbst könnten sich eine mögliche zweite Corona-Welle und die alljährliche Grippewelle treffen. Mit der Grippeschutzimpfung kann man einem schweren Verlauf der Grippe entgehen und dem Zusammentreffen der beiden Wellen vorbeugen– möglich ist das von Ende September bis Dezember. Was die Grippe ist und wer sich impfen lassen sollte, finden Sie hier.

Die Grippe und das Coronavirus haben viele Ähnlichkeiten. Beide durch Viren verursacht – im Fall der Grippe Influenzaviren - werden per Tröpfcheninfektion übertragen. Mögliche Übertragungswege sind unter anderem Husten, Niesen oder Sprechen, Händeschütteln oder über verunreinigte Gegenstände. Demensprechend bergen Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten, auch bei der Grippe eine Ansteckungsgefahr. Wie schon beim Coronavirus gelernt, schützen Abstand, Händehygiene sowie Hust- und Niesetikette vor einer Ansteckung.

Kurze Ansteckungszeit

Kommt es doch zum Kontakt mit dem Influenzavirus, erkranken etwa zwei Drittel der Betroffenen, teils mit schwerem Verlauf. Ein Drittel bleibt gesund, kann aber trotzdem andere anstecken. Durch die kürzere Inkubationszeit überträgt sich die Grippe sogar schneller als das Coronavirus.

Symptome

Die Grippe geht einher mit hohem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen, ein milder Verlauf ist manchmal kaum zu unterscheiden von einer Erkältung. Weitere Symptome sind starker Reizhusten, Erschöpfung, Schweißausbrüche und Halsschmerzen, die in der Regel nach etwa fünf bis sieben Tagen wieder abklingen. Bei schwerem Verlauf sind Lungenentzündung sowie Entzündungen des Mittelohrs, des Gehirns oder des Herzmuskels möglich. Betroffen sind davon vor allem Menschen mit Vorerkrankungen sowie Menschen in höherem Alter und Schwangere. 

Impfempfehlung

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch Instituts (STIKO) empfiehlt die jährliche Impfung gegen Grippe für alle

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Chronisch Kranke jeden Alters
  • Schwangere
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Menschen mit erhöhtem Risiko sich anzustecken, zum Beispiel Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr wie in Krankenhäusern, Schulen oder Einkaufsgeschäften)
  • Angehörige, Mitbewohner und Personal von Menschen mit Vorerkrankung
  • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln.

Unabhängig von der STIKO raten Deutsche Kinderärzte Eltern in diesem Jahr dringend ihre Kinder impfen zu lassen. „Wir wissen, dass Kinder den Influenzavirus maßgeblich übertragen“, sagte Johannes Hübner, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pädietrische Infektiologie, der Zeitung „Welt am Sonntag“. Gerade in Zeiten von Corona wäre es eine gesellschaftliche Verpflichtung zum Schutz anderer: Geimpfte können die Grippe nicht weiterverbreiten und schützen damit gefährdete Personengruppen. Die Bundesärztekammer fordert zudem eine möglichst lückenlose Impfung für Erzieher und Lehrer.

Personen ab 60 Jahre sowie Menschen deren Immunsystem geschwächt ist, die an chronischen Erkrankungen des Herzens, Atemwegsorganen, Leber, Niere oder Nervensystems leiden, sollten bei der Grippeimpfung auch den Impfschutz gegen Pneumokokken überprüfen lassen: Pneumokokken sind häufig Erreger von bakteriell verursachten Lungenentzündungen.

Die STIKO grenzt den empfohlenen Personenkreis lediglich ein, weil eine Erkrankung bei gesunden Kindern und Erwachsenen unter 60 Jahren überwiegend komplikationsfrei verläuft. Das heißt nicht, dass sie anderen Personen von der Impfung abrät: Wer nicht zum genannten Kreis gehört und sich trotzdem impfen lassen möchte, kann sich von seinem Hausarzt beraten lassen und mit seiner Krankenkasse klären, ob die Kosten übernommen werden. 

Trotzdem sollte sich jeder, dem es nicht explizit empfohlen wird, eine Impfung genau überlegen. Lässt sich in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ein Großteil der Deutschen impfen, befürchtet die STIKO einen Engpass des Grippeimpfstoffs. Allein wenn sich alle impfen lassen, denen es empfohlen wird, wären das 40 Millionen Impfdosen, zur Verfügung stehen allerdings nur etwa 25 Millionen, teilte das Robert Koch Institut im Interview mit RTL und ntv mit. Da der Impfstoff im Voraus produziert wird, ist er nicht nachbestellbar.

Entschieden gegen Viren!

Beste Zeit für die Impfung

Geimpft wird einmal jährlich vor der Grippesaison – Oktober bis Mai - mit dem jeweils aktuellen Grippeimpfstoff. Eine jährliche Impfung zwischen Oktober und Dezember ist nötig, weil der Impfstoff jedes Jahr neu, auf die sich schnell verändernden Influenzaviren, angepasst wird. Die sogenannten quadrivalenten Impfstoffe schützen gegen die vier Varianten des Virus, die im kommenden Winter am häufigsten verbreitet sein werden.

Nebenwirkungen

Der Impfstoff ist in der Regel gut verträglich. Wie bei anderen Impfungen auch, kann es als Reaktion des Immunsystems zu Lokalreaktionen kommen, die sich zum Beispiel in leichten Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Eintrittsstelle zeigen. Leichte Erkältungssymptome wie Fieber, Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen sind möglich, klingen aber innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder ab. 

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