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28.07.2021
Impfung

Impfen – Ja, Nein, Vielleicht?

Selten war ein Impfstoff in den Medien und der Bevölkerung so heiß diskutiert wie der Impfstoff gegen Covid-19. Impfen oder doch lieber nicht? Hat der ganze Trubel dann ein Ende? Diese Fragen stellen sich derzeit viele. Wir haben einige Fakten rund um die Covid-Impfung zusammengetragen.

Wirksamkeit

  • Die Impfung schützt nicht vor einer Infektion, aber vor einem schweren Verlauf.BioNTech/Pfizer und Moderna wirkten in Studien in rund 95 Prozent aller Fälle. AstraZeneca zu 70 Prozent und Johnson & Johnson zu 66 Prozent, doch auch diese Impfstoffe schützen vor einem schweren Verlauf und verhindern in den allermeisten Fällen, dass Menschen an COVID-19 sterben.
  • Studien aus Großbritannien zum Impfstoff von AstraZeneca und BioNTech/Pfizer ergaben, dass beide Impfstoffe eine vergleichbar hohe Schutzwirkung gegen die Virusvariante Delta haben, die in Europa vorherrschend ist. Sie schützen jedoch nicht vor einer Infektion sondern vor einem schweren Verlauf. 

Nebenwirkungen

  • Bei den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna kommt es nach der Impfung häufig zu Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Fieber tritt häufiger nach der Zweitimpfung auf. Sehr selten kam es bisher zu Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen. Die Nebenwirkungen des Impfstoffs von AstraZeneca ähneln denen der oben genannten Impfstoffe. Bei AstraZeneca treten die Symptome jedoch häufiger nach der Erstimpfung auf. In seltenen Fällen kam es zu Hirnvenenthrombosen (sogenannte Sinusvenenthrombosen; SVT), oder anderen thrombotischen Ereignissen, wie Mesenterialvenenthrombosen und Lungenembolien. Ebenso bei Johnson & Johnson.
  • Die Nebenwirkungen zeigen uns, dass diese Impfstoffe das Immunsystem ganz besonders gut ansprechen und eine sehr hochwertige Immunantwort hervorrufen. Der Impfstoff tut also genau das, was er soll: unser Immunsystem anregen.

Impfung

  • Wer nicht zweimal geimpft werden möchte, kann sich mit Johnson & Johnson impfen lassen. Bei dem Impfstoff ist nur eine Impfung notwendig.
  • Auffrischungsimpfungen nach einem halben Jahr könnten nötig sein.
  • Forscherinnen und Forscher sind sich weitgehend einig, dass es ausgeschlossen ist, dass sich die bei der Impfung verabreichte RNA in das menschliche Erbgut einbauen könnte. Denn die mRNA gelangt gar nicht erst in den Zellkern, wo die Erbsubstanz der Körperzellen liegt. Die Zellen des menschlichen Körpers können eine mRNA zudem nicht in eine DNA umwandeln.

Sicherheit

  • Die Pharmahersteller bezogen von vorneherein mehr Menschen in die klinischen Prüfungen der Impfstoffe ein, als sonst üblich. In der entscheidenden dritten Phase vor der Zulassung wurden, laut Klaus Cichutek, Leiter des Paul-Ehrlich-Instituts, das unter anderem für die Prüfung der Sicherheit von Impfstoffen zuständig ist, mehr als 20.000 Menschen getestet, normalerweise sind es rund 3.000. Die Entwicklung der neuen Impfstoffe ging so erfreulich schnell, weil sich die Wissenschaftler auf Forschungen stützen konnten, die im Zusammenhang mit dem ersten SARS-Virus und MERS-Virus standen. Beschleunigt hat das Verfahren auch die Zusammenarbeit von Forschern weltweit und die Kombination sonst getrennt stattfindender klinischer Prüfungen.
  • Vor der Zulassung der Impfstoffe werden diese umfangreich geprüft. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Frauen wegen der Impfung unfruchtbar werden könnten. Weil sich das Spikeproteine des Coronavirus und das Protein Syncytin-1, das für die Bildung der Plazenta verantwortlich ist, ähneln, äußerten einge Menschen in den Sozialen Medien, dass nach der Impfung Antikörper gegen das Spikeprotein des Coronavirus gebildet werden, die , sich auch gegen das Syncytin-1-Protein wenden und somit die Bildung einer Plazenta beeinträchtigen. Die Ähnlichkeit der beiden Proteine ist jedoch so gering, dass eine Kreuzreaktion ausgeschlossen werden kann.

Gesellschaftliche Auswirkungen

  • Die AHA+L-Regeln gelten auch für Geimpfte weiterhin.
  • Impfungen tragen dazu bei, Kontaktbeschränkungen mittelfristig zu lockern. Dafür muss jedoch ein großer Teil der Bevölkerung geimpft sein.
  • Jede Corona-Impfung hilft dabei, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. So schützt jeder, der sich impfen lässt, auch die eigene Familie, Freunde und die Gemeinschaft.
  • Wer das Stäbchen in Rachen und Nase nicht mag, muss sich nach der Impfung nicht mehr zwangsläufig testen lassen, um ein Restaurant oder Kino zu besuchen. Derzeit wird darüber diskutiert, dass Ungeimpfte Schnelltests zukünftig selbst bezahlen müssen.
  • Sollten die Corona-Zahlen noch höher steigen und Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wieder ihren Einzug in unseren Alltag haben, gelten diese nicht für Geimpfte, erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Pressekonferenz am 13. Juli 2021.
  • Der Impfpass muss nicht mehr mitgenommen werden. Mittlerweile kann man die Impfungen auch in der CoronaWarn-App hinterlegen.

Urlaubsreisen

  • In verschiedenen Ländern gelten Einreisebeschränkungen. So muss man zum Beispiel in Malta ungeimpft 14 Tage in Quarantäne, Geimpfte nicht. In Norwegen darf man ohne Impfung überhaupt nicht einreisen.
  • Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten unterliegen auch weiterhin der Test- und Quarantänepflicht, unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus.

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