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19.07.2021

Vertrauensvoll in die OP

Rund 40 Operationen pro Tag in sechs medizinischen Abteilungen, neun Operationssäle, zwei Intensivstationen – OP-Koordinator Dr. Klaus-Peter Christians sorgt dafür, dass alles klappt und die Patienten des Gemeinschaftskrankenhauses rund um die OP gut versorgt sind.

Die Narkose wird auf den Patienten genau abgestimmt. Ein Datenmanagementsystem erfasst automatisch alle Messwerte und stellt diese im Anästhesieprotokoll grafisch dar. Auch die Schmerztherapie wird direkt eingeleitet.
Die Narkose wird auf den Patienten genau abgestimmt. Ein Datenmanagementsystem erfasst automatisch alle Messwerte und stellt diese im Anästhesieprotokoll grafisch dar. Auch die Schmerztherapie wird direkt eingeleitet.

Die Zusammenarbeit im Haus läuft sehr gut“, betont Dr. Klaus-Peter Christians. Der Oberarzt in der Anästhesie (Chefarzt: Professor Dr. Pascal Knüfermann) ist zugleich der OP-Koordinator des Gemeinschaftskrankenhauses. Um die rund 40 Operationen pro Tag in den neun Operationssälen zu managen, muss er fortwährend interdisziplinär und berufsübergreifend mit den operierenden Ärzten, den Pflegeteams, den Intensivstationen und dem Bettenmanagement in Kontakt stehen. Dr. Christians: „Dabei hilft die digitale Vernetzung des Hauses sehr.“

Zu Dienstbeginn werden die Kapazitäten der Intensivstation besprochen und die Verlegungen der Patienten auf die Überwachungs- oder Normalstation geplant. Häufig sind zusätzlich Notfallpatienten mit in die Planung einzubeziehen.

Zuerst ins Aufnahmecenter

Alle Patienten, die sich im Haus St. Petrus des Gemeinschaftskrankenhauses einer geplanten Operation unterziehen, stellen sich zuvor im Aufnahmecenter vor; in der Orthopädie und zunehmend auch in der Kardiologie und der Gefäßchirurgie bereits eine Woche vor dem OP-Termin. Eine Medizinische Fachangestellte nimmt Blut ab, erhebt die Daten zu Gewicht und Körpertemperatur und führt ein Risiko-Screening zu multiresistenten Keimen durch; nachfolgend findet die operative und anästhesiologische Aufklärung für das jeweilige OP-/ Anästhesie-Verfahren statt. 

Die Zeit vor der Operation wird genutzt, um Risiken insbesondere für hochbetagte und mehrfach erkrankte Patienten zu minimieren und Komplikationen zu vermeiden. Dr. Christians legt viel Wert auf eine professionelle Vorbereitung: „Die meisten Menschen haben vor einer OP ihre Sorgen und Ängste. Das nehmen wir ernst; jedem Patienten und jeder Patientin widmen wir die erforderliche Zeit, um über die Narkosemöglichkeiten und Risiken aufzuklären. Sie müssen all ihre Fragen stellen können.“ Nur so sei es möglich, dass sie „vertrauensvoll und so sorgenfrei wie möglich in die OP gehen“.

Bluttransfusionen werden nur eingesetzt, wo sie für die Sauerstoffversorgung der lebenswichtigen Organe erforderlich sind.
Bluttransfusionen werden nur eingesetzt, wo sie für die Sauerstoffversorgung
der lebenswichtigen Organe erforderlich sind.

Möglichst wenige Transfusionen

Transfusionen werden im Gemeinschaftskrankenhaus eingesetzt, wo sie für die Sauerstoffversorgung der lebenswichtigen Organe erforderlich sind. Gleichzeitig wird ein restriktives Transfusionsregime gelebt, das bei Operationen und sonstigen Interventionen nachweislich zu einem besseren Behandlungsergebnis beiträgt. In seiner Eigenschaft als Transfusionsverantwortlicher hält Dr. Christians die Ärzteschaft über neue Erkenntnisse auf dem Laufenden, um Bluttransfusionen zu minimieren. Dazu dient das Konzept des Patientenorientierten Blutmanagements (PBM) mit drei Säulen: frühzeitige Identifikation von Patienten mit Anämie (Blutarmut) und Behandlung dieser Anämie im Vorfeld des Eingriffs; Anwendung aller Maßnahmen während der Operation, um Blutverluste zu vermeiden, wie zum Beispiel blutsparende minimalinvasive Eingriffe und der Einsatz der maschinellen Autotransfusion (MAT), mit der während der OP das Blut steril gesammelt, aufbereitet und intravenös zurückgeführt wird. 

So konnte der Verbrauch von Blutkonserven in den letzten Jahren entscheidend reduziert werden. Bestand bei einem geplanten Eingriff zur Implantation einer Hüftprothese im Jahr 2010 noch eine Transfusionswahrscheinlichkeit von über 20 Prozent, liegt diese jetzt um 5 Prozent.

Individuelle Narkose

Die Narkose wird sehr individuell dosiert. Dabei erfasst das Datenmanagementsystem automatisch alle Messwerte und stellt diese im Anästhesieprotokoll grafisch dar. Durch die Kombination von Allgemeinanästhesie und Regionalanästhesie wird die intra- und postoperative Schmerztherapie optimiert. 

Die Regionalanästhesie wird im Gemeinschaftskrankenhaus unter Einsatz eines hochauflösenden Ultraschallgeräts gelegt, das Gewebestrukturen, Nerven, Gefäße und Nadeln sichtbar macht, sodass der Anästhesist das Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) zielgenau in der Nähe der wichtigsten Nerven verabreichen kann. Damit ist eine gezielte Betäubung mit schneller, berechenbarer und sichererer Wirkung gegeben.

Postoperatives Schmerzmanagement

Dank moderner Methoden haben Patienten heute auch nach großen Eingriffen kaum Schmerzen. Über den Zugang einer Regionalanästhesie lässt sich ein Schmerzkatheter legen, mit dem die Medikamente direkt an die schmerzleitenden Nerven gelangen. Der hohe Qualitätsstandard der Schmerztherapie im Zusammenhang mit Operationen im Gemeinschaftskrankenhaus ist vom TÜV Rheinland gemäß der Initiative „Schmerzfreie Klinik“ zertifiziert. Dazu wurden Mitarbeiter zu Schmerzmentoren und in der Schmerzbehandlung besonders geschultem Pflegepersonal (Pain Nurses) ausgebildet.

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