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07.12.2020

Experte für die Gelenke

Zu Frank Breuer, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Medizinischen Versorgungszentrum der Barmherzigen Brüder Trier Konstantinstraße, kommt man immer dann, wenn man Beschwerden in den Gelenken oder schmerzhafte Bewegungseinschränkungen hat, die man sich nicht erklären kann. Gäbe es gar Anzeichen für eine Entzündung, eine Schwellung, Rötung oder Fieber, dürfe keine Zeit verloren werden, betont der Mediziner.

Frank Breuer nimmt sich Zeit für seine Patienten, für eine fundierte Diagnose ebenso wie für Behandlungsempfehlung und Therapie. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Barmherzigen Brüder Konstantinstraße ist ein Experte für Gelenke. Weil fast alle Gelenke im Verlauf des Lebens stark beansprucht werden, sind diese auch besonders anfällig für Verschleiß und Verletzungen. Bei einem der komplexesten Gelenke überhaupt, dem Knie, muss beispielsweise unterschieden werden zwischen altersabhängigen Beschwerden wie degenerativen Leiden und Schäden infolge von Unfällen oder Erkrankungen wie Gicht oder Rheuma.

Prävention in jungen Jahren

Bisweilen treten auch schon in frühen Jahren Ursachen für spätere Beschwerden auf, gibt Frank Breuer zu bedenken und nennt ein Beispiel: „Eltern sollten bei einem Verdacht abklären lassen, ob bei ihrem Kind X- oder O-Beine vorliegen.“ Da beim Knie die Kraft durch die Mitte gehe, bei X-Beinen aber der äußere Teil des Gelenks stärker beansprucht werde, sei es sehr wahrscheinlich, dass es später zu Verschleiß komme, erläutert er. Befänden sich Sohn oder Tochter noch in der Wachstumsphase, lasse sich mittels OP wirksam gegensteuern und das Risiko für Beschwerden in der Zukunft senken, gibt er zu bedenken.

Jeder noch so gute Ersatz ist nicht so gut wie ein gesundes Gelenk

Gelenkersatz als letztes Mittel

Bei den meisten Gelenkproblemen ist es Frank Breuers erklärtes Ziel, die Notwendigkeit eines endoprothetischen Ersatzes möglichst weit hinauszuzögern. „Jeder noch so gute Ersatz ist nicht so gut wie ein gesundes Gelenk“, erklärt der Orthopäde, und „außerdem möchte ich den Patienten eine spätere Wechsel-OP ersparen.“ Soll heißen: Je früher beispielsweise ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient in seinem Leben eine zweite Endoprothese benötigen wird.

Die Hüftgelenksarthrose ist ein weit verbreitetes Leiden, auch weil Menschen im Schnitt immer älter werden. Schreitet der Verschleiß voran, kann anfangs oft noch mit konservativen Ansätzen oder auch Medikamenten geholfen werden. Wobei der Experte um die Vorbehalte nicht weniger Patienten gegenüber Schmerzmedikamenten weiß. „Es gibt heute sehr gute Präparate, die sich sehr zielgerichtet einsetzen lassen und dem Patienten wieder zu mehr Bewegungsfreiheit verhelfen können“, greift Frank Breuer die Bedenken auf.

Gibt es unterschiedliche Arten von Erkrankungen des Hüftgelenks?

Was ist die häufigste Erkrankung der Schulter?

Generell lässt sich sagen, dass der Verschleiß eines Gelenks mit dem Gewicht, das auf ihm lastet, zunimmt. Das gilt auch für das Knie, das bei Schritt und Tritt in Anspruch genommen wird. Bei Schulterschmerzen warnt Frank Breuer davor, diese nicht zu bewegen. „Die Schulter gilt als faules Gelenk und steift gerne ein“, sagt er und weiß, wie schmerzhaft Beschwerden sein können. Das gelte etwa für die Kalkschulter oder auch das Schulter-Engpass-Syndrom.

Umfassende Diagnostik

Einer jeden Behandlung geht bei Frank Breuer eine fundierte Untersuchung voraus – „und zwar an der Haut.“ Durch die Kleidung hindurch ließen sich Diagnosen nicht stellen, betont er; doch durch eine Befragung, körperliche Untersuchung und eine Röntgenaufnahme könnten bis zu 98 Prozent aller Ursachen für Beschwerden abgeklärt werden, schätzt der erfahrene Experte.

Text, Foto und Video: Marcus Stölb

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