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04.05.2026

BBT-Gruppe warnt vor Folgen für Teilhabe und Versorgungssicherheit

BBT-Gruppe beteiligt sich an Petition gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe

BBT-Gruppe beteiligt sich an Petition gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe

Die BBT-Gruppe beteiligt sich an der bundesweiten Petition gegen geplante Einsparungen in der Eingliederungshilfe und schließt sich der Stellungnahme der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. an. Gemeinsam mit weiteren Fachverbänden weisen diese auf mögliche weitreichende Auswirkungen auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderung hin.

Ein wesentlicher Aspekt ist die Diskussion um die zukünftige Berücksichtigung von Tarifentwicklungen. Die BBT-Gruppe bewertet es kritisch, wenn Tariftreue nicht mehr uneingeschränkt anerkannt wird. Vor dem Hintergrund des bereits bestehenden Fachkräftemangels in Pflege und Heilerziehungspflege kommt verlässlichen und attraktiven Arbeitsbedingungen eine entscheidende Bedeutung zu. „Wir unterstützen die Position der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie, weil sie zentrale Herausforderungen aus der Praxis aufgreift“, betont Dr. Frank Zils, Sprecher der Konzern-Geschäftsführung der BBT-Gruppe. „Gerade in Mangelberufen wie der Pflege und Heilerziehungspflege sind verlässliche und tarifgebundene Rahmenbedingungen unerlässlich, um Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. Eine Aufweichung der Tariftreue würde den bestehenden Personalmangel weiter verschärfen und die Versorgungssicherheit spürbar unter Druck setzen.“

Bürokratie abbauen und Spielräume für innovative Versorgung stärken

Auch die bestehenden bürokratischen Strukturen in der Eingliederungshilfe ordnet die BBT-Gruppe kritisch ein. Die in den vergangenen Jahren entwickelten Bedarfsermittlungsverfahren unterscheiden sich zwischen den Bundesländern erheblich, ohne erkennbaren qualitativen Mehrwert. Gleichzeitig binden sie erhebliche personelle Ressourcen. „Wir erleben in der Praxis, wie viel Zeit in komplexe Verfahren fließt“, so Dr. Zils. „Diese Zeit fehlt an anderer Stelle. Verfahren müssen so gestaltet sein, dass sie die individuelle Unterstützung stärken und die Fachkräfte spürbar entlasten. Dazu gehören auch schlanke und digitale Lösungen.“

Positiv bewertet die BBT-Gruppe hingegen die geplante stärkere gesetzliche Verankerung von Budgetlösungen in der Eingliederungshilfe. Sie eröffnen neue Möglichkeiten für flexiblere und stärker am individuellen Bedarf orientierte Angebote. „Mehr Gestaltungsspielraum eröffnet uns die Chance, neue und bedarfsgerechte Konzepte zu entwickeln“, erklärt Dr. Zils. „Das ist ein wichtiger Schritt, um Teilhabe zukunftsfähig zu gestalten.“

Teilhabe darf nicht von finanziellen Erwägungen abhängig gemacht werden. Wer an der Tariftreue rüttelt, verschärft den Fachkräftemangel und setzt die Versorgung von Menschen mit Unterstützungsbedarf aufs Spiel. Gerade jetzt brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, die Qualität sichern und Weiterentwicklung ermöglichen
Dr. Frank Zils, Sprecher der Konzern-Geschäftsführung

Teilhabe sichern und Reformen verantwortungsvoll gestalten

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen betont die BBT-Gruppe zugleich die Bedeutung einer verlässlichen Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe. Maßnahmen zur Kostensteuerung müssten sorgfältig abgewogen werden, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen für die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. „Die Eingliederungshilfe ist ein zentraler Baustein für gesellschaftliche Teilhabe. Es ist wichtig, dass ihre Weiterentwicklung auch künftig die Bedarfe der Menschen in den Mittelpunkt stellt“, so der Sprecher der Geschäftsführung.

Mit der Beteiligung an der Petition und dem Anschluss an die Stellungnahme der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. unterstreicht die BBT-Gruppe ihr Anliegen, die Rahmenbedingungen für eine verlässliche und zukunftsfähige Eingliederungshilfe aktiv mitzugestalten und deren Weiterentwicklung konstruktiv zu begleiten.

 
 

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