21.05.2025
Hygiene-Update 2025
Wissen teilen. Sicherheit stärken
Wie lassen sich Patient*innen in Kliniken noch besser vor Infektionen schützen? Welche neuen Erkenntnisse gibt es im Umgang mit Krankheitserregern? Und warum ist Händedesinfektion trotz Handschuhen so wichtig? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich 28 Ärzt*innen aus verschiedenen Einrichtungen der BBT-Gruppe beim dritten Hygiene-Update Mitte Mai.
Eingeladen hatte der
Expertenkreis Hygiene der BBT-Gruppe, der regelmäßig Weiterbildungen für die
Hygienebeauftragten Ärzt*innen
organisiert – das sind Ärzt*innen, die
in den Kliniken benannt sind und sich besonders für das Thema Hygiene und
Infektionsschutz einsetzen. Ziel der Veranstaltung war es, neue Entwicklungen
aus der Forschung, bewährte Hygienemaßnahmen und konkrete Praxistipps
zusammenzubringen – damit der Schutz für Patient*innen und Mitarbeitende
immer weiter verbessert werden kann.
Ein besonderes Augenmerk galt
dabei einem Krankheitserreger mit dem Namen Candida auris, der in Krankenhäusern zunehmend beobachtet wird.
Außerdem wurde über Möglichkeiten gesprochen, wie man mit weniger
Handschuhverbrauch trotzdem sicher arbeiten kann – ein Thema, das auch aus
ökologischer und wirtschaftlicher Sicht immer wichtiger wird. Auch neue
Empfehlungen rund um den Einsatz von Antibiotika vor Operationen wurden
vorgestellt. Darüber hinaus wurden Erfahrungen aus dem Krankenhaus der
Barmherzigen Brüder Trier zu Isolationsmaßnahmen bei hochkontagiösen
Erkrankungen vorgestellt
Ein eindrucksvolles Highlight der
Veranstaltung war der praktische Teil zur Handschuhnutzung. Unter UV-Licht
zeigte sich deutlich, dass medizinische Einmalhandschuhe nicht den erwarteten
vollständigen Schutz bieten. Sichtbare Perforationen machten deutlich, wie
wichtig die korrekte Händedesinfektion als ergänzende Schutzmaßnahme ist.
Organisiert wurde dieser Praxisteil von der Stabsstelle für Krankenhaushygiene
und Infektionsprävention des Katholischen Klinikums Koblenz • Montabaur – und
sorgte bei vielen Teilnehmenden für nachhaltige Aha-Momente.
Ein besonderer Mehrwert der
Veranstaltung lag im offenen und kollegialen Austausch – sowohl innerhalb der
BBT-Gruppe als auch mit den Expert*innen aus benachbarten Krankenhäusern wie
dem Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz und dem Gemeinschaftsklinikum
Mittelrhein. Der Blick über die eigene Einrichtung hinaus wurde von vielen
Teilnehmenden als besonders bereichernd empfunden.
„Die Veranstaltung zeigte einmal mehr: Hygiene ist Teamarbeit und wer sich regelmäßig weiterbildet, trägt aktiv
dazu bei, dass Krankenhäuser noch sicherer werden“, sagt Anke Welter,
Referentin Zentralbereich Qualitäts-, Prozess- & Risikomanagement und
Mitorganisatorin der Veranstaltung.


