BBT-Gruppe
 
 
 
 
 

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Fuchs, Martin

Martin Fuchs

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19.07.2019

„Nicht die Schließung von Krankenhäusern bringt uns weiter, sondern die Investition in eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung stationärer und ambulanter Versorgungsangebote“

Andreas Latz, Geschäftsführer der BBT-Gruppe für Finanzen, hält die am Montag vorgestellte Studie der Bertelsmann Stiftung zur Zukunft der Krankenhauslandschaft für realitätsfremd.

Andreas Latz (Foto: Susanne Duda)
Andreas Latz (Foto: Susanne Duda)

„Solche generalistischen Sichtweisen helfen bei der notwendigen Diskussion über die zukünftige Krankenhauslandschaft nicht weiter. Jedes Krankenhaus und jeder Standort hat sein eigenes, auf die Situation vor Ort angepasstes Versorgungsangebot. Ich sehe keinen Vorteil darin, dieses System aufzugeben und auf wenige zentrale Krankenhäuser in Deutschland zu beschränken.“ Für die BBT-Gruppe stehe dagegen die Sektor übergreifende Vernetzung der verschiedenen ambulanten und stationären Angebote in Wohnortnähe im Vordergrund. „Ein gutes Zusammenspiel zwischen ambulanten und stationären Angeboten in Medizin und Pflege geht auf die individuellen Behandlungsbedarfe von Patientinnen und Patienten ein, nutzt Synergien, schafft Effizienz und spart Kosten“ so Latz.

Ein weiteres Problem sieht er in den finanziellen Folgen, die mit den in der Studie geforderten Schließungen verbunden sein würde: „Die verbleibenden 600 Kliniken müssten alle umgebaut werden, große Investitionen wären notwendig. Da stellt sich mir die Frage, ob das überhaupt umsetzbar wäre, wo wir heute schon mit einem milliardenschweren Investitionsstau konfrontiert sind.“

Keine Lösung für grundsätzliche Probleme

Unrealistisch sei auch die Erwartung der Studie, dass damit das Problem des Personalmangels im Gesundheitswesen gelöst werden könne. „Rein rechnerisch liegt die Vermutung zwar nahe, dass sich das Personal dann auf weniger Krankenhäuser verteilt – da aber die Anzahl der Patienten gleich bliebe, würde auch weiterhin Personal fehlen“ kritisiert Latz und weiter: „Der Personalmangel ist ein demographisches Problem und betrifft alle Branchen. Selbst wenn sich der Trend durch eine Konzentration abschwächen ließe – das grundsätzliche Problem des Personalmangels in Deutschland wäre dadurch nicht aus der Welt.“ 

Eine Schließung oder Zusammenlegung von Krankenhäusern z. B. in Ballungsgebieten sei sicherlich sinnvoll, dass bestätige auch die Entwicklung im Gesundheitswesen in den letzten Jahren, unterstreicht Latz eine der Kernforderungen der Bertelsmann-Studie. „Doch der in der Studie geforderte radikale Einschnitt und eine Konzentration der Versorgung auf deutlich unter 600 Krankenhäuser ist realitätsfremd und würde viele Probleme, insbesondere bei der Sicherstellung einer guten Versorgung im ländlichen Raum, nicht lösen.“ Viel eher solle in den Ausbau der ambulanten gesundheitlichen Versorgung investiert werden, um die Krankenhäuser zu entlasten, schlägt Latz vor.  

 
 
 
 

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