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Arbeitskreis Hygiene des Hochsauerlandkreises informiert sich im St.-Marien-Hospital Marsberg über Händehygiene

Marsberg. Bei dem ersten Termin vor Ort hat sich das MRE(Multiresistente Keime) -Netzwerk-Team des Hochsauerlandkreises über das umfangreiche Hygienekonzept des St.-Marien-Hospitals Marsberg informiert.

Dem Arbeitskreis gehören Experten verschiedener medizinischen Einrichtungen und Vertreter des Kreisgesundheitsamtes an. Der ansonsten in Meschede tagende Arbeitskreis wollte sich jetzt vor Ort das Projekt „Mehrwert Hygiene“ des Krankenhauses ansehen und sich über die Erfahrungen berichten lassen.
Etwa vor einem Jahr wurden in dem 120-Betten-Haus rund 600 Hygienespender der neusten Generation installiert. Dass aus Hygienespendern Desinfektionsmittel oder Seife kommt sei keine besonders aufregende Neuigkeit, erklärt Uwe Riedesel, Hygienefachkraft des Krankenhauses. Bemerkenswert seien aber die Kampagne zur Nutzung der Spender zur Händedesinfektion sowie die Funkvernetzung der Spender. Dadurch sei die Zahl der Krankenhausinfektionen signifikant gesunken. Dabei wurde auch das häufige Missverständnis aufgeklärt, dass der „Krankenhauskeim“ MRSA im Krankenhaus entstehe. Vielmehr brächten ihn Patienten und Besucher ins Haus, wo er sich dann durch die Krankenhaussituation leichter verbreiten könne.
Genau hier setzt das Projekt „Mehrwert Hygiene“ an. In einer Informationskampagne werden sowohl Mitarbeitende also auch Patienten und Besucher auf die Bedeutung der Händedesinfektion hingewiesen – unter anderem durch die Vielzahl der aufgestellten Automaten, aber auch durch Informationsblätter oder Buttons mit der Aufschrift „30 Sekunden für die Händehygiene“. Die Benutzung der vernetzen Spender kann zentral ausgewertet werden. So bekommen die Verantwortlichen Informationen über die Nutzung wie etwa die Häufigkeit der Betätigung oder den Abruf der Menge an Desinfektionsmittel.  Im Idealfall sollen bei jedem Gebrauch drei Milliliter abgerufen werden. Daher sei es wichtig, die Hand so lange unter den Spender zu halten, bis der die Ausgabe von selbst beendet. Aus den Daten können die Experten Rückschlüsse auf die Effektivität der Händedesinfektion ziehen. Zudem melden die Spender selbsttätig, wenn Nachfüllbedarf besteht.

Der Arbeitskreis gegen Multiresistente Keime des Hochsauerlandkreises informierte sich im St.-Marien-Hospital für das Projekt „Mehrwert Hygiene“. Gesundheitsaufseherin Stephanie Scharfenstein vom Kreisgesundheitsamt testet einen der Desinfektionsspender. Foto: Vielerzoom
Der Arbeitskreis gegen Multiresistente Keime des Hochsauerlandkreises informierte sich im St.-Marien-Hospital für das Projekt „Mehrwert Hygiene“. Gesundheitsaufseherin Stephanie Scharfenstein vom Kreisgesundheitsamt testet einen der Desinfektionsspender. Foto: Vieler
 
 
 
 
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