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Geriatrie am KKM entlässt 1000. Patienten

Auf diesen Tag hat Hannelore Schneider lange gewartet: Sie kann endlich wieder nach Hause. Seit September war sie mit nur kleinen Unterbrechungen in unterschiedlichen Krankenhäusern - die vergangenen drei Wochen davon am Katholischen Klinikum Koblenz · Montabaur. Jetzt verlässt sie die Klinik für Akutgeriatrie am Brüderkrankenhaus in Montabaur deutlich mobiler und agiler als noch bei Ihrer Einweisung. Auch für das KKM ist der heutige Freitag ein besonderer Tag: Hannelore Schneider ist die 1000. Patientin, die aus der Klinik für Akutgeriatrie entlassen wird.

Geriatrie am KKM entlässt 1000. Patienten

Rückblick: Im April 2016 wird am Brüderkrankenhaus in Montabaur die Klinik für Akutgeriatrie eröffnet. Das KKM reagierte damit auf den hohen Bedarf an Altersmedizin in der Region. Mit Dr. Ralph Schulz kam damals ein etablierter Geriatrie-Experte an das Katholische Klinikum. Sein Auftrag: Die Klinik für Akutgeriatrie aufbauen und in der Region etablieren. 

Von 0 auf ganz schnell über Wochen im Voraus „ausgebucht“ - so startete die Geriatrie mit zunächst 18 Betten in Montabaur. Weil der Platz schnell nicht mehr ausreichte, entstand ein Neubau mit 35 Betten - das neue Zuhause der Akutgeriatrie am KKM seit Februar 2018. „Die Notwendigkeit für eine Geriatrie auch in dieser Größenordnung ist einfach da“, sagt Dr. Schulz. „Die Menschen werden immer älter, der demografische Wandel ist nicht aufzuhalten. Wir stellen uns aktiv dieser Herausforderung.“

Patienten verbessern ihren Barthel-Index

Die Patienten, die am KKM geriatrisch behandelt wurden, verlassen das Klinikum in der Regel nach rund 20 Tagen mit einem um im Schnitt 20 Punkte verbesserten Barthel-Index. Dieses weltweit anerkannte und eingesetzte Verfahren bewertet die alltäglichen Fähigkeiten eines Patienten und dient dem systematischen Erfassen von Selbständigkeit und Pflegebedürftigkeit.

„Ein Patient, der sich im Barthel-Index um 20 Punkte verbessert hat, der kam zum Beispiel immobil in unsere Klinik und kann beim bei Entlassung schon wieder mit einem Hilfsmitteln laufen. Er kam vielleicht vorher nicht alleine aus dem Bett und schafft dies nun wieder. Oder er benötigte Hilfe beim Waschen und Anziehen, kann dies bei der Entlassung aber schon wieder selbst“, erläutert der Chefarzt. „Die Patienten sind bei der Einlieferung oftmals schwer krank, leiden zum Beispiel an Brüchen, internistischen oder neurologischen Erkrankungen. Wir behandeln all diese Erkrankungen und ermöglichen den Patienten durch unsere Arbeit in der Regel, in die Häuslichkeit zurückzukehren.“

Möglich ist dies nur im engen Zusammenspiel des Geriatrie-Teams: Medizin, Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Sozialdienst, Psychologie, andere Fachdisziplinen - Vertreter all dieser Expertisen sind bei der Behandlung der Patienten involviert. „Ich möchte meinem Team von Herzen für diese tolle Arbeit danken“, unterstreicht Dr. Schulz. „Ohne die Kolleginnen und Kollegen wäre dies nicht möglich.“

„Beeindruckende Entwicklung in Montabaur“

Für Hannelore Schneider gibt es zum Abschied heimische Pralinen aus Montabaur und einen Blumenstrauß aus den Händen von Bruder Matthias. Der stellvertretende Hausobere am KKM unterstreicht: „Wenn wir die beeindruckende Entwicklung der Geriatrie in Montabaur betrachten, dann zeigt dies deutlich, wie groß der Bedarf an Altersmedizin ist, aber auch, welch tolle Arbeit hier von allen Beteiligten geleistet wird. Das macht mich besonders mit Blick auf unseren Auftrag froh und stolz in der Nachfolge von Peter Friedhofen. Der sagte immer, man müsse die Not der Zeit wahrnehmen. Das war zu Peter Friedhofens Lebenszeit eine andere als heute. Die Medizin hat sich verändert, die Menschen werden immer älter. Sie auf diesem Wege zu begleiten und Ihnen helfen zu können finde ich sehr beeindruckend. Unser Dank als Klinikum gilt Dr. Schulz und seinem Team.“

 
 
 
 
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