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„Qualität ist für uns beim Gelenkersatz nicht nur ein Wort“

„Am besten ist es natürlich, Sie brauchen uns so lange wie möglich nicht. Aber wenn Sie uns brauchen, sind wir als Team für Sie da.“ Mit dieser Zusage eröffnete Prof. Dr. Christoph Ein-gartner den Patiententag „Hilfe bei Gelenkschmerz“ im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim.

Gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten informierte der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie die rund 300 Besucher über Schmerzen und deren Therapie an Hüfte, Fuß, Knie und Rücken.

"Qualität bei künstlichen Gelenken – nicht nur ein Wort!" – Prof. Dr. Christoph Eingartner

Im Einleitungsvortrag widmete sich Prof. Eingartner dem Thema Implantat-Sicherheit und Qualität. Ein sicheres Implantat müsse sich dabei nicht nur kurzfristig bewähren, sondern seine Haltbarkeit über 20, 25 oder gar 30 Jahre beweisen. Daher verfolge man im Caritas die Daten aus Studien und Registern sehr genau und nehme Innovationen dann behutsam ins Portfolio der Klinik auf. „Die neueste Prothese nicht immer auch die beste“, betonte der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Im Caritas-Krankenhaus beschränken wir uns auf wenige, erprobte Prothesenmodelle, die über Jahre ihre Zuverlässigkeit bewiesen haben und bei denen wir wissen, dass wir mit diesen Implantaten gute Langzeitergebnissen erwarten können.“

Darüber hinaus seien auch zuverlässige Abläufe rund um die Operation von wesentlicher Bedeutung. „Qualität ist gerade beim Gelenkersatz nicht nur ein Wort, sondern ein Gesamtprozess, aus dem ein Mehrwert für den Patienten entsteht“, so der Chefarzt. „Und diese Qualität ist überprüfbar.“  Dies geschieht zum einen durch die externen Fachauditoren des Prüfinstituts EndoCert. Diese Fachärzte überprüfen regelmäßig die Zuverlässigkeit der Abläufe und haben das Caritas-Krankenhaus seit 2013 als  EndoProthetikZentrum zertifiziert. Zum anderen  beteiligt sich das Caritas schon von Beginn an am „Endoprothesenregister Deutschland“  (EPRD), in das die Krankenhäuser auf freiwilliger Basis ihre Daten zu künstlichen Gelenken einfließen lassen, so dass eine unabhängige Qualitätsbeurteilung von Implantaten und Kliniken möglich ist. Noch gebe es erst kurz- und mittelfristige Ergebnisse, so Prof. Dr. Eingartner. „Aber schon jetzt ist klar, dass die Qualitätsergebnisse für die Orthopädie im Caritas ganz ausgezeichnet sind: Wer bei uns eine neue Hüfte oder ein neues Knie bekommt, hat nur ein halb so großes Risiko einer vorzeitigen Wechsel-OP.“

Auch in anderen externen Qualitätssicherungen schneide das Caritas sehr gut ab. So bewertet die AOK anhand der Komplikationsrate im gesamten ersten postoperativen Jahre Krankenhäuser nach einem Bäumchen-System. Eingartner: „Das Caritas gehört zu den nur 35 Krankenhäusern in ganz Deutschland, die in allen Behandlungsqualitätskriterien bei Gelenkoperationen die Höchstpunktzahl von drei Bäumchen erreichen!“

"Hilfe bei Schmerzen an der Hüfte" – Dr. Dirk Herold

Oberarzt Dr. Dirk Herold beschäftigte sich in seinem Vortrag zu Hüftschmerzen schwerpunktmäßig mit dem Gelenkverschleiß, der so genannten Arthrose. Hiervon sind statistisch gesehen jede 2. Frau und jeder 3. Mann über 60 Jahren betroffen. „Das liegt daran, dass der Mensch über Jahrhunderte hinweg im Schnitt nicht älter als 30 bis 40 Jahre geworden   ist und unsere Gelenke für ein höheres Lebensalter gar nicht ausgelegt sind. Das führt dazu, dass im hohen Alter praktisch jeder irgendwo eine Arthrose hat, die im Alltag Schmerzen verursacht“, so Dr. Herold. Über einen gewissen Zeitraum helfen Physiotherapie und entzündungshemmende Schmerzmittel bei der Symptombehandlung. Langfristig könne aber nur der Gelenkersatz Abhilfe schaffen. „Wenn der Patient sich dafür entschieden hat, erfolgt die Operation bei uns minimiert invasiv. Das bedeutet: der Schnitt ist so klein wie möglich. Wichtig ist dabei vor allem, dass in der Tiefe keine Muskulatur durchtrennt, sondern lediglich auseinandergedrängt wird.“ Nach der OP solle der Patient möglichst noch am selben Tag aufstehen und das Gelenk auch voll belasten. Nach fünf Tagen können die meisten Patienten schon wieder nach Hause oder in die Reha und nach sechs Wochen wieder gut und ohne Stöcke laufen.

Ein 61-jähriger Patient schilderte dem Publikum eindrücklich seine persönlichen Erfahrungen mit seiner Hüftoperation vor 6 Monaten. „Heute habe ich keine Schmerzen mehr und ich konnte sogar meine sportlichen Aktivitäten wieder aufnehmen – ich würde mich sofort wieder an der Hüfte operieren lassen“, so sein Fazit.

"Hilfe bei Schmerzen am Knie" – Dr. Axel Kuttner

Auch Oberarzt Dr. Axel Kuttner thematisierte in seinem Vortrag die Arthrose – allerdings am Kniegelenk. Seine Empfehlung: „Eine Operation zum Einsetzen eines künstlichen Gelenks sollte zwar die letzte Behandlungsmöglichkeit sein, aber nicht unnötig lange hinausgezögert werden. Denn je länger man wartet, desto stärker nimmt die Fehlstellung zu und leidet die Beweglichkeit des Gelenks.“ Auch beim künstlichen Ersatz des Kniegelenkes vertrauen die Operateure im Caritas-Krankenhaus nur Implantaten, die eine lange Nachuntersuchungszeit haben und von denen eine lange Haltbarkeit zu erwarten ist. „Für die Patienten bedeutet das einen langjährig erprobten, standfesten und haltbaren Gelenkersatz“, so Dr. Kuttner.

Auch eine Kniepatientin bestätigte dem Auditorium die wiedergewonnene Lebensqualität nach dem Ersatz des Kniegelenkes: „Ich konnte nach vier Wochen wieder arbeiten gehen. Auch Sporttreiben ist wieder möglich – auch wenn ich statt zu joggen nun walke oder wandere. Und das Beste: Ich bin schmerzfrei und vergesse oft sogar, dass ich eine Knieprothese habe.“

"Hilfe bei Schmerzen am Sprunggelenk und Fuß" – Dr. Martin Hoffmann

Anders als an Knie und Hüfte ist bei Gelenkschmerzen am Fuß der künstliche Gelenkersatz kein Thema, wie Oberarzt Dr. Martin Hofmann unter dem Thema „Hallux und Co – der schmerzhafte Fuß“ erklärte. Trotzdem gibt es bei vielen Verschleißerkrankungen am Fuß – neben der bewährten und oft ausreichenden konservativen Therapie – zahlreiche Möglichkeiten, operativ zu helfen. „Ich rate bei manchen Arthrosen an Gelenken des Fußes zur Gelenkversteifung. Das klingt zunächst einmal ganz furchtbar, aber ein Patient gewinnt durch die Versteifung jede Menge Lebensqualität. Er tauscht faktisch eine große Alltagseinschränkung gegen eine kleinere, die allerdings die Schmerzen im Gelenk ausschaltet und sogar ein instabiles Gelenk stabilisieren kann.“ Dadurch, dass andere Gelenke, Bänder und Muskeln lernen, die Funktion des ausgeschalteten Gelenks auszugleichen, könne der Patient mit ein wenig Übung wieder nahezu normal und vor allem schmerzfrei gehen.

"Hilfe bei Schmerzen am Rücken" – Dr. Sabine Bau

Abschließend befasste sich Dr. Sabine Bau mit dem Thema Rückenschmerz – ein Feld von großer Bedeutung, denn statistisch gesehen fallen rund ein Viertel der Arbeitnehmer jedes Jahr wegen solcher Erkrankungen am Arbeitsplatz aus. Nicht selten seien Rückenschmerzen auf mangelnde Muskelfitness, Verschleiß an den Wirbelgelenken oder auch auf starke psycho-soziale Belastung zurückzuführen, so die Oberärztin. Den Schmerz als wichtiges körpereigenes Warnsignal solle man aber niemals ignorieren. „Wenn solche Rückenschmerzen nicht innerhalb der ersten vier bis sechs Wochen behandelt werden, können sie chronisch werden. Dann verliert der Schmerz seine Warnfunktion und wird tatsächlich zur Krankheit. Suchen Sie daher zeitnah einen Arzt auf“, so Dr. Bau.

Mit der richtigen Patientenaufklärung, entsprechender Rückenschulung und Sport können viele Rückenprobleme effizient bekämpft werden. „Angepasst an die individuellen Bedürfnisse und abhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung sind auch Injektionstherapien möglich. Und wenn alle Stricke reißen, besteht immer noch die Möglichkeit einer operativen Behandlung“, schloss Dr. Bau ihren Vortrag. Sie verwies auf die enge Zusammenarbeit zwischen konservativer und operativer Orthopädie sowie den Neurochirurgen im Caritas-Krankenhaus. „Gemeinsam können wir alle konservativen und operativen Verfahren bei der Behandlung von Rückenschmerzen anbieten.“

Neben den Fachvorträgen konnten die rund 300 Besucher des Patiententags „Hilfe bei Gelenkschmerz“ auch direkt das Gespräch mit den Ärzten suchen oder sich an den Ständen der Sanitätshäuser informieren.  Die Physiotherapeutinnen Daniela Siegl und Anette Lehr gaben Tipps zu Reha-Sport und Fitness nach der Gelenk-OP und zeigten beim Mitmachvortrag „Fit im Alltag“ Übungen für zu Hause.

Einen bildlichen Eindruck vom Patiententag "Hilfe bei Gelenkschmerz" 2020 bekommen Sie nachfolgend in unserer Galerie.

 
 
 
 

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