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10.07.2019 Brüderkrankenhaus Trier

Mehr Raum zum Aufwachen

Mit der Inbetriebnahme seines neuen Aufwachraums hat das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder jetzt die Versorgung von Patienten, die sich einem operativen Eingriff unterziehen müssen, weiter verbessert. Die Räumlichkeiten bieten nicht nur mehr Platz und modernste Technik, sondern sorgen mit einem speziellen Deckenlicht auch dafür, dass das Aufwachen nach der OP deutlich angenehmer wird.

Mehr Raum zum Aufwachen

Im Sommer 2017 ging die neue zentrale OP-Abteilung des Brüderkrankenhauses in Betrieb. Damit war der zweite und größte von insgesamt vier Bauabschnitten eines Großprojekts, das am Ende insgesamt rund 55 Millionen Euro gekostet haben wird, vollendet. Etwa 7,25 Millionen Euro hiervon flossen in den neuen Aufwachraum und dessen angegliederte Räumlichkeiten. Am 1. Juli 2019 nahm auch dieser Teil des OP seinen Betrieb auf.

Der Aufwachraum ist so etwas wie ein Verbindungsstück zwischen OP-Saal und Pflegestation. Nahe zu den Operationssälen und doch baulich getrennt von diesen gelegen, werden die Patienten hier unmittelbar nach dem Eingriff noch für einen gewissen Übergangszeitraum überwacht. Der Grund: Im Anschluss an eine Narkose und während der ersten postoperativen Phase bedarf der Patient einer besonders aufmerksamen Kontrolle seiner Vitalfunktionen. Wie lange diese Betreuung dauert, hängt insbesondere von der Dauer der Narkose und Erkrankungen des Patienten ab. Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten im Aufwachraum ist auch die postoperative Schmerztherapie.

Dem Team des Aufwachraums komme in der Phase nach einer OP ein sehr wichtiger und für den Behandlungspfad bedeutsamer Part zu, erklärte Privatdozent Dr. med. habil. Tim Piepho, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin und Ärztlicher Leiter des OP-Zentrums. Im Rahmen der Einsegnung betonte der Chefarzt, dass mit den neuen Räumlichkeiten sowohl für die Patienten als auch für das Personal wesentliche Verbesserungen einhergingen: während erstere dank des Mehr an Platz mehr Privatsphäre hätten und zudem von einem freundlichen Deckenlichtkonzept profitierten, das ein angenehmeres Erwachen fördere, werde die Arbeit für die Anästhesiepflege und die ärztliche Person deutlich erleichtert.

Dabei hat sich das Konzept eines Aufwachraums in den letzten Jahren deutlich gewandelt: „Wir sprechen heute von perioperativer Versorgung“, erklärt Dr. Tim Piepho und ergänzt: „Die Patienten können schon vor der Operation im Aufwachraum vorbereitet werden. Und nach der Operation besteht die Möglichkeit, Untersuchungen und Behandlungen wie zum Beispiel Atemtherapie direkt durchzuführen.“ Insgesamt zwölf Patienten können zeitgleich im Aufwachraum betreut werden. Neben den Fachkräften der Anästhesiepflege, deren Zahl aufgestockt wurde, ist immer auch ein Arzt mit im Team. 

Der Hausobere des Brüderkrankenhauses, Markus Leineweber, dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz und lobte das Ergebnis: „Es war unser Ziel, für unsere Patienten eine möglichst gute Umgebung zu schaffen, und dieses Ziel haben wir erreicht.“ Christian Weiskopf, Regionalleiter der BBT-Gruppe in der Region Trier, verdeutlichte das schrittweise Vorgehen bei dem Großprojekt, zu dem die neue, bereits im November 2013 fertiggestellte Zentralküche ebenso zählt wie das im vergangenen Jahr eröffnete neue Zentrallabor. Gleich nach der Inbetriebnahme des neuen Zentral-OP im Spätsommer 2017 hatte der Umbau der bisherigen OP-Säle begonnen, binnen 21 Monaten konnten diese Arbeiten abgeschlossen werden. Mit der Fertigstellung des neuen Aufwachraums kann jetzt mit dem letzten Bauabschnitt begonnen werden, so dass ab Anfang 2020 zwei weitere neue OP Säle zur Verfügung stehen werden. Christian Weiskopf kündigte an, dass dann die Gesamtmaßnahme beendet sein werde.

Dann endet auch der Einsatz von Walter Weins, der fünf Jahrzehnte im Brüderkrankenhaus arbeitete und bis 2018 insgesamt 15 Jahre lang die Anästhesiepflege leitete. Als Teilprojektleiter wirkt er nun noch an der Fertigstellung des Großvorhabens mit. Sein Nachfolger als Leiter der Anästhesiepflege, Jörg Ostermann, dankte Weins sowie Anästhesiefachkrankenschwester Marita Backes und dem gesamten Team für ihr Engagement.

Wie bei den weiteren Projektabschnitten waren auch beim Aufwachraum die Mitarbeiter, die fortan täglich in den neuen Räumen arbeiten werden, intensiv in den Planungsprozess mit eingebunden. Ein sichtbares Ergebnis der Expertise der Praktiker: Fortan gibt es einen separaten Aufwachbereich für Kinder, sodass die kleinen Patienten künftig im Beisein ihrer Eltern aufwachen und in die Augen von Mama oder Papa blicken können.    

 
 
 
 

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