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19.02.2019 Brüderkrankenhaus Trier

Anlaufstelle für Patienten mit Interstitieller Cystitis (IC) und chronischem Beckenschmerz

Die Abteilung für Urologie und Kinderurologie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier ist kürzlich als Zentrum für Interstitielle Cystitis (IC) und Beckenschmerz zertifiziert worden. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Jürgen Hensen, Geschäftsführer des ICA-Deutschland e.V., dem Förderverein für Interstitielle Cystitis, die Zertifikatsurkunde an die Zentrumskoordinatorin Dr. med. Silvia Salm. Mit der Auszeichnung wird der Abteilung für Urologie und Kinderurologie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier bescheinigt, dass sie sich interdisziplinär und mit großer Sorgfalt den Problemen des chronischen Blasen- und Harnröhrenschmerzes, des Beckenschmerzes und insbesondere der seltenen Erkrankung Interstitielle Cystitis (IC) widmet.

Anlaufstelle für Patienten mit Interstitieller Cystitis (IC) und chronischem Beckenschmerz

Bei der interstitiellen Cystitis (IC) handelt es sich um eine chronische, nicht-bakterielle Entzündung der Harnblasenwand. Die Erkrankung ist relativ selten und betrifft Frauen ca. neunmal häufiger als Männer. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten.

„Da die Diagnose schwierig zu stellen ist und es viele Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen gibt, haben die Betroffenen oft einen langen Leidensweg mit vielen Arztbesuchen hinter sich, bis die Diagnose gestellt wird“, erklärt Dr. Silvia Salm.  Eine frühe Diagnosestellung sei jedoch für den weiteren Krankheitsverlauf  wichtig. Es werden viele unterschiedliche Ursachen für diese Erkrankung angenommen, am wahrscheinlichsten sei aber eine defekte Schutzschicht der Blaseninnenwand.

Die IC ist durch starke, meist brennende oder stechende Schmerzen im Bereich der Harnblase, Harnröhre und der Becken-/Unterbauchregion gekennzeichnet. Hinzu kommen ein ständiger, nicht unterdrückbarer Harndrang und kleine Harnvolumina. Toilettengänge bis zu 50-60 mal am Tag sind keine Seltenheit. Oft werden diese Beschwerden zunächst als Blasenentzündung gedeutet.

Die Problematik führt für die Betroffenen zu massiven Einschränkungen im Alltag und zu Problemen im Beruf und auch in der Partnerschaft.

„Wir haben es uns deshalb zur Aufgabe gemacht, den Betroffenen frühzeitig alle notwendigen Untersuchungs-und Behandlungsmöglichkeiten anzubieten, um ein individuelles Behandlungskonzept auszuarbeiten. Wir arbeiten aus diesem Grund auch interdisziplinär mit mehreren Fachabteilungen zusammen. Auch mit den niedergelassenen Ärzten und dem Förderverein für Interstitielle Cystitis (ICA) stehen wir in engen Kontakt“, sagt Dr. med. Silvia Salm.

Zentrum IC 2
 
 
 
 
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