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Paderborner Forscher und regionale Projektpartner produzieren Gesichtsschilder

Während für den privaten Gebrauch selbstgebastelte Gesichtsbedeckungen zulässig sind, müssen Masken im Gesundheitswesen strenge Anforderungen erfüllen. Damit es zu keinen Engpässen kommt, hat ein regionales Projektteam Gesichtsschilder entwickelt und produziert.

Daran beteiligt sind Wissenschaftler der Universität Paderborn sowie die Unternehmen Condor MedTec GmbH, Centroplast Engineerings Plastics und LST-Laserschneidtechnik. 

Insgesamt sollen bis zu 4.500 Stück der sogenannten „Faceschields“ in OWL kostenfrei an Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens ausgeliefert werden. Das Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn hat seine Lieferung nun erhalten. 

Innovationsmotor 3D-Druck   

Additive Fertigungsverfahren, auch 3D-Duck genannt, stoßen in Wissenschaft und Industrie auf ein zunehmendes Interesse. An der Universität Paderborn gibt es mit dem „Direct Manufacturing Research Center“ (DMRC) eine Forschungseinrichtung, die das Ziel verfolgt, diese Verfahren zu industrialisieren. Zusammen mit der Condor MedTec GmbH, Medizinern und Fachpflegern für Anästhesie und Intensivmedizin haben vier Wissenschaftler des DMRC ein Kernteam gebildet, um mithilfe von additiven Fertigungsverfahren die Region mit industriell hergestellten Gesichtsschildern zu versorgen. Das für die Produktion notwendige Pulver spendeten die Eos GmbH und die Evonik Industries AG. Dr.-Ing. Christian-Friedrich Lindemann, Geschäftsführer des DMRC und Koordinator der vierköpfigen Forschergruppe freut sich über das Ergebnis: „Das aktuelle Beispiel zeigt wunderbar, dass die Additive Fertigung kurzfristig lokalen Ersatz für sonst global aufgestellte Lieferketten leisten kann.“   

Gesichtsschilder erfüllen hohe Anforderungen   

Die Gesichtsschilder, die im klinischen Alltag zusätzlich zum Mund-Nasen-Schutz getragen werden, müssen den medizinischen und hygienischen Anforderungen eines Krankenhauses entsprechen. Ira Fecke-Schulte, Geschäftsführerin bei Condor MedTec: „Man muss sie desinfizieren können, außerdem sollte die Einheitsgröße für viele Kopfformen geeignet zu sein."

Ermöglicht wurde das Projekt von der Medizintechnik-Initiative „Aus der Region – für die Region“. Das DMRC und die Condor MedTec GmbH hatten die Initiative ins Leben gerufen, der sich mittlerweile weitere Partner angeschlossen haben. Gemeinsam wollen sie einen Beitrag für die Gesellschaft und für den Schutz des medizinischen Personals leisten.

Die Projektpartner und das Brüderkrankenhaus freuen sich über die Lieferung der Schutzschilder (v. l.): Holger Kranke (Centroplast Engineerings Plastics), Florian Meyer (LST-Laserschneidtechnik), Ira Fecke-Schulte (Condor MedTec), Dr.-Ing. Christian-Friedrich Lindemann (DMRC, Universität Paderborn), Maik Toremans (Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege, Brüderkrankenhaus), Christoph Robrecht (Regionalleiter, Brüderkrankenhaus) und Klaus Niggemann (Pflegedirektor, Brüderkrankenhaus).
Die Projektpartner und das Brüderkrankenhaus freuen sich über die Lieferung der Schutzschilder (v. l.): Holger Kranke (Centroplast Engineerings Plastics), Florian Meyer (LST-Laserschneidtechnik), Ira Fecke-Schulte (Condor MedTec), Dr.-Ing. Christian-Friedrich Lindemann (DMRC, Universität Paderborn), Maik Toremans (Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege, Brüderkrankenhaus), Christoph Robrecht (Regionalleiter, Brüderkrankenhaus) und Klaus Niggemann (Pflegedirektor, Brüderkrankenhaus).
 
 
 
 

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