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Der Clown und der Tod

Wie ein Klinikclown die Begegnung mit Sterbenden erlebt.

Am Ende ist noch lange nicht Schluss mit lustig! Wie ein Klinikclown die Begegnung mit Sterbenden oder Schwerkranken erlebt, war das Thema von zwei Veranstaltungen, zu denen der Ambulante Hospizdienst Tobit seine ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen eingeladen hatte. 

 Die vielen Vorsichtsmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie schränken derzeit Besuche, Betreuung und Begleitung älterer und schwerkranker Menschen stark ein. Das spürt der ambulante Hospizdienst wie auch die Klinikclowns und so tat der Besuch von Clown Pfefferminze bei Tobit doppelt gut. 

 Als Clown Pfefferminze verkleidet huschte Anne Schwede verschämt in den Seminarraum. Augenblicklich stellte sich eine staunende Aufmerksamkeit ein, eine gewisse Leichtigkeit. Kopf und Theorien waren erst einmal ausgeschaltet. 

 So lernten die Teilnehmerinnen, was vielleicht das Schwerste ist: Ganz im Augenblick und im Kontakt zu sein. Das konnten sie  an Hand von Mitmachübungen ausprobieren. 

 Anne Schwede arbeitet als Kontaktclown bei den Paderborner Klinikclowns und ist Gründerin des Humorkollegs, in dem sie auch selber Clown-Weiterbildungen anbietet. Während ihrer Besuche als Klinikclown begegnet sie oft Menschen, deren Lebensende naht. „Für diese Clown-Visiten sind viel Empathie und Einfühlvermögen vonnöten, denn ein Klinikclown ist nicht zu vergleichen mit einem klassischen Zirkusclown.“ Vielmehr gehe es dem Kontaktclown darum, den Menschen durch die Begegnung ein eigenes Gefühl zu schenken von der wunderbaren Wirkungswelt des wohlwollenden Humors und, dass der Clown ein wertvoller und heilsamer Gefährte sein kann. 

Über selbstgedrehte Filme versucht Anne Schwede, Menschen zu erreichen. In kleinen, humorvollen Anekdoten vom Clown-Sein mit Abstand, berichtet sie, wie man Bewohner eines Altenheims zum Beispiel durch eine Fensterscheibe erreicht. Der Wunsch, ihrer Aufgabe bald wieder wie vor der Corona-Pandemie nachgehen zu könne, verband die Seminarteilnehmerinnen gleichermaßen. Anne Schwede: „Das wird nicht ohne Einschränkungen gehen, aber Nähe ist nicht ersetzbar.“

Der Ambulante Hospizdienst Tobit benötigt auch in „Corona Zeiten“ ehrenamtliche Mitarbeiter, die die schwerkranken und sterbenden Menschen begleiten. Wer Interesse hat meldet sich bitte per Mail: info@hospizdienst-tobit.de oder telefonisch: 05251/16195-7370 im Hospizbüro.

Dass am Ende noch lange nicht Schluss mit lustig ist, lernten die Seminarteilnehmer, die sich als Begleiter für schwerstkranke und sterbende Patienten qualifizieren, von Klinikclown Anne Schwede.  zoom
Dass am Ende noch lange nicht Schluss mit lustig ist, lernten die Seminarteilnehmer, die sich als Begleiter für schwerstkranke und sterbende Patienten qualifizieren, von Klinikclown Anne Schwede.
 
 
 
 

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