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„Perspektiven aufzeigen und Zukunft gestalten“

BITBURG. In der Erdorfer Straße feiert das regionale Betreuungszentrum (RBZ) Bitburg seine Einweihung. Viele Gäste sind gekommen um daran teilzunehmen. Das RBZ ist eine Einrichtung der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen und einem erhöhtem Betreuungs- und Unterstützungsbedarf.

„Perspektiven aufzeigen und Zukunft gestalten“

Nachdem Bernd Willems die Gäste zu Beginn mit seinen Gitarrenklängen verzaubert, begrüßt Werner Schmitz -Hausoberer- die zahlreichen Gäste mit den Worten: „Die Zukunft gestalten“, ein Gedanke, für dass das RBZ steht." 

Auch die Leiterin des RBZ, Franziska Müngersdorff geht noch einmal auf die Wichtigkeit des Regionalen Betreuungszentrums ein und betont dabei, wie entscheidend eine gut funktionierende Beziehungsarbeit und der Aufbau von Perspektiven für die Zukunft ist. 


Das Wohn- und Betreuungsangebot des RBZ Bitburg umfasst 16 Plätze und ist eine vollstationäre Einrichtung. Das RBZ ist Anfang März gestartet. Zurzeit werden hier 15 Klienten im Alter von 18 bis 68 Jahren in einer Wohngruppe rund um die Uhr betreut.
Im RBZ wohnen Menschen, die vor dem Hintergrund einer chronischen Erkrankung Unterstützungsbedarf in einem betreuten Umfeld haben. In dem geschützten Umfeld des RBZ werden Sie durch verschiedene Betreuungsangebote auf die Wiedereingliederung in den Alltag vorbereitet.

 
Sie lebten zuvor überwiegend in anderen (klinischen) Einrichtungen in anderen Regionen und können im RBZ nun heimatnah versorgt werden. Das RBZ will gemeinsam mit den Klienten eine Perspektive entwickeln, sowohl im Kontext Wohnen als auch Beschäftigung. Die Aufnahme ist deshalb konzeptionell zeitlich befristet angelegt. Die Aufnahme erfolgt im Kontext des regionalen Versorgungsauftrages der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof.


Dr. med. Oliver Hamm - Chefarzt Abteilung Allgemeine Psychiatrie am Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen – betont in seinem Statement zum „RBZ aus regionaler Sicht“, an dieser Stelle zu stehen und ein Grußwort sprechen zu dürfen verdanke ich der Einladung von Wolfgang Michaely, aber aller Wahrscheinlichkeit nach auch dem Umstand über die letzten Jahre ein vehementer Befürworter einer eben solchen Wohn-, Betreuungs- und Behandlungsstruktur gewesen zu sein, deren Einweihung wir heute feiern.

Multiprofessionelle Betreuung                                                                                                                                        Zum multiprofessionellen Betreuungsteam von derzeit 22 Mitarbeitern, das im Früh-, Spät- oder Nachtdienst arbeitet,  gehören Fachkräfte aus den Bereichen Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Psychologie, Ergotherapie, Arbeitstherapie, Psychiatrische Fachpflege, Heilerziehungspflege und Hauswirtschaft. Im Haus befinden sich zwei Etagen mit je einer Wohngruppe. Im vorderen Bereich jeder Etage befinden sich die Gemeinschaftsräume sowie die tagesstrukturierenden Bereiche mit entsprechenden Therapieräumen. Im hinteren Bereich sind die Wohngruppen mit jeweils acht Bewohnerzimmern angesiedelt. Der Funktionsbereich auf jeder Etage verfügt über eine große Küche mit entsprechendem Essbereich und einem angrenzenden Wohnzimmer. Das Gebäude verfügt über einen Terrassenbereich und Grünflächen.
Es gibt verschiedene tagesstrukturierende Angebote, die den Klienten helfen sollen, sich wieder auf ein selbständiges Leben vorzubereiten. Dazu gehören verschiedene  therapeutische Angebote, ergo- oder arbeitstherapeutische Angebote, aber auch Sport- oder Freizeitangebote sowie regelmäßige hauswirtschaftliche Trainingsangebote, wie zum Beispiel Kochen und Wäschepflege bis hin zum gemeinsamen Einkaufen. Zu den tagesstrukturierenden Angeboten gehören auch Angebote außerhalb der Einrichtung, wie zum Beispiel gemeinsames Einkaufen oder die gemeinsame Nutzung der örtlichen Freizeitangebote.

Im RBZ sind rund um die Uhr Ansprechpartner für die Klienten anwesend, auch nachts und am Wochenende. Es geht um die Wiedereingliederung der Menschen in den Alltag in einem geschützten Raum, mit gemeinsam abgestimmten Ausgangsregelungen.

Gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen                                                                                                                          „Es geht unzweifelhaft darum, Schutz zu bieten, Leitplanken zu installieren, eine Vertrauensebene herzustellen, Zwang zu vermeiden, aber Verbindlichkeiten zu schaffen. Vielleicht zwingen wir unsere Patienten zu ihrem Glück? Vielleicht gelingt uns/Ihnen aber auch Ressourcen offen zulegen, ein Problembewusstsein zu erzeugen, Ihnen Kompetenzen zu vermitteln, Methoden der Selbstkontrolle und des Selbstmanagements an die Hand zu geben, Perspektiven zu schaffen,  wenn Sie so wollen, das Leben der ihnen anvertrauten Bewohner in geordnete Bahnen zu lenken und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen“, führt Dr. med. Hamm, weiter aus und ergänzt: „Den Verantwortlichen der Barmherzigen Brüder Schönfelder Hof ist abschließend zu gratulieren für die vorbildhafte, weitsichtige und realitätskonforme Umsetzung dieser Form einer gemeindenahen psychiatrischen Versorgung. Diese ist mit aller Sorgfalt und unter Zuhilfenahme externer fachlicher Beratungsstrukturen und politscher Einsicht erfolgt, welche explizit hervorzuheben ist. Die Akzeptanz in den entsprechenden innerstädtischen Institutionen und Strukturen gerade an dieser Stelle dieses Wohnprojekt umsetzen zu können spricht für sich und ist ausdrücklich zu begrüßen."

 
 
 
 

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