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„Es fühlt sich gut an“

Die Marsbergerin Dr. Miriam Vogel kehrt mit ihrer Familie in ihre Heimat zurück und wird Oberärztin im St.-Marien-Hospital.

Der Nachtdienst war anstrengend. Oberärztin Miriam Vogel blinzelt ein wenig müde über ihren Mund-Nasenschutz. Die 35jährige Anästhesistin ist froh, dass es dem Patienten, der am Wochenende notoperiert wurde, besser geht. Der große Bauchschnitt verheilt gut, morgen wird der Patient von der Intensivstation auf eine chirurgische Station verlegt.

„Das ist toll an meinem Fachgebiet, dass eine Therapie oft unmittelbar die gewünschte Wirkung zeigt“, sagt die Anästhesistin, die eine Weiterbildung in spezieller Intensivmedizin und in Palliativmedizin gemacht hat und Notärztin ist: „Ich mag es, akute Probleme zu lösen“. Das tut sie fast täglich. Und wenn sie mit ihrer Familie erst von Kassel nach Diemelstadt-Helmighausen gezogen ist, will sie auch als Notärztin durch den Hochsauerlandkreis fahren. Das St.-Marien-Hospital ist lokales Traumzentrum im Traumanetzwerk OWL. „Alles, was vor der Einlieferung ins Krankenhaus passiert, ist von entscheidender Bedeutung für den Patienten“, so Vogel. Es könne ausschlaggebend dafür sein, ob der Patient gesund wird, beeinträchtigt bleibt oder stirbt.“ Miriam Vogel berichtet über die ärztlichen Entscheidungen zwischen Leben und Tod keineswegs pathetisch, sie berichtet über ihre Arbeit mit Hingabe, mit Begeisterung und Engagement.

Studiert hat die Marsbergerin in Marburg. In der Uniklinik auf den Lahnbergen, einem Krankenhaus mit knapp 1.200 Betten. „Meine Entscheidung für die Anästhesie fiel auf der Zielgeraden des Studiums.“ Ein Weg, den sie nie bereute und zielstrebig verfolgte. Für die Facharztausbildung zur Anästhesistin wechselte Miriam Vogel nach dem Studium in das Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum, danach an das Städtische Klinikum Kassel. „Das war wieder ein Krankenhaus mit einem großen Spektrum, in dem die ganze Bandbreite operativer Fächer abgedeckt war. Ich habe das Gefühl, ich bin auf meine Stelle als Oberärztin gut vorbereitet.“

Seit wenigen Wochen ist sie nun in ihrer neuen Position im St.-Marien-Hospital. „Es fühlte sich von Anfang an gut an“, sagt die 35Jährige und berichtet, dass sie im Team herzlich aufgenommen wurde. Die Chance, im Hochsauerlandkreis eine berufliche Perspektive aufzubauen, passt gut in ihren aktuellen Lebensentwurf. Ihr Mann arbeitet für den Hessischen Rundfunk, ihr zweijähriger Sohn hat ab April einen Kitaplatz in Wrexen. „Dass wir künftig beide Familien im Hintergrund haben, ist eine große Erleichterung“, sagt Miriam Vogel, „und für alle Beteiligten einfach auch schön“.

Sich in Helmighausen niederzulassen, ist für die Familie naheliegend: Es ist der Heimatort von Christian Vogel. Seinem Fernweh hat der Journalist vor einigen Jahren nachgegeben. Eine Motorradreise führte Christian Vogel fast ein Jahr lang 55.000 Kilometer um die ganze Welt. Miriam Vogel sicherte aus Deutschland rund um die Uhr den Support: beantragte Visa, organisierte Ersatzteile, recherchierte nach einem Unfall ihres Mannes in Indien die Adresse eines passenden Krankenhauses und flog nach Delhi, um ihn vor Ort zu unterstützen. „Im Hintergrund unaufgeregt, hochkonzentriert und professionell meinen Job zu machen – das kenne ich aus dem OP und von der Intensivstation.“ Keine Frage, dass das ihre Kollegen und Patienten zu schätzen wissen.

Dr. Miriam Vogel versorgt auf der Intensivstation einen Patienten mit einem großen Bauchschnitt. Die Notoperation ist gut verlaufen. Unmittelbar sehen zu können, dass die Therapie hilft – das mag die Anästhesistin an ihrem Job.
Dr. Miriam Vogel versorgt auf der Intensivstation einen Patienten mit einem großen Bauchschnitt. Die Notoperation ist gut verlaufen. Unmittelbar sehen zu können, dass die Therapie hilft – das mag die Anästhesistin an ihrem Job.

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