03.02.2026 | Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur
Die Klinik für Urologie und Kinderurologie am Brüderkrankenhaus Montabaur des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur bietet ab sofort ein neues, modernes Operationsverfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung an: die Laserenukleation der Prostata. Damit erweitert die Klinik ihr operatives Spektrum um eine zeitgemäße Therapieoption, die insbesondere bei ausgeprägten Beschwerden des unteren Harntrakts zum Einsatz kommt. Die Laserenukleation zählt zu den etablierten endoskopischen Verfahren, bei denen überschüssiges Prostatagewebe schonend entfernt wird – ohne Bauchschnitt und über die natürliche Harnröhre.
Chefarzt Dr. med. Alexander Höinghaus betont die Bedeutung des neuen Angebots für die Region: „Die Laserenukleation ist ein etabliertes Verfahren – umso mehr freut es mich, dass wir jetzt auch in Montabaur damit starten können. Für die Patienten bedeutet das eine deutliche Erweiterung unseres Portfolios und eine moderne Therapieoption auf Höhe der Zeit.“ Das Verfahren ist in dieser Form derzeit einzigartig im Westerwald – und stärke damit die wohnortnahe urologische Versorgung.
Die Laserenukleation gilt als blutungsarm und kann dadurch – je nach individueller Situation – auch für Patienten relevant sein, die blutverdünnende Medikamente einnehmen. Zudem berichten Kliniken bei dieser Methode häufig über kürzere Katheter- und Krankenhausverweildauern im Vergleich zu klassischen Standardverfahren. Ein weiterer Vorteil: Das entfernte Gewebe kann anschließend feingeweblich untersucht werden.
„Mit dem neuen Verfahren können wir vielen Betroffenen eine schonendere Behandlung anbieten – mit dem Ziel, Beschwerden rasch zu lindern und die Zeit im Krankenhaus zu verkürzen“, sagt Dr. med. David Mally, Oberarzt der Klinik, der die Einführung organisatorisch maßgeblich begleitet hat. „Gerade für unsere Region ist es ein wichtiger Schritt, diese moderne Technik wohnortnah verfügbar zu machen – das entlastet Wege, verkürzt Wartezeiten und stärkt die Versorgung.“
Zum Start des neuen Verfahrens wurde das Team der Urologie durch fachlichen Austausch und eine Auftaktveranstaltung unterstützt. Chefarzt Höinghaus bedankt sich ausdrücklich bei den Beteiligten: „Solche Innovationen gelingen nur gemeinsam. Mein Dank gilt allen, die die Einführung möglich gemacht haben – insbesondere Dr. Enno Storz von der Uniklinik Köln für die Unterstützung zum Auftakt.“
Die Klinik wird das Verfahren nun schrittweise in den regulären OP-Alltag integrieren. Patienten, die an einer gutartigen Prostatavergrößerung leiden und unter Beschwerden wie häufigem Harndrang, nächtlichem Wasserlassen oder abgeschwächtem Harnstrahl leiden, können sich in der urologischen Sprechstunde beraten lassen.