16.01.2026 | Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur

Nach fast zehn Jahren als Chefarzt der Klinik für Akutgeriatrie im Brüderkrankenhaus Montabaur hat das Katholische Klinikum Koblenz · Montabaur Dr. med. Ralf Schulz in einer bewegenden Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Mit ihm ging nicht nur ein herausragender Mediziner, sondern auch der Architekt und Wegbereiter einer Fachklinik, die durch seine klare Haltung, fachliche Exzellenz und große Menschlichkeit zu einer anerkannten Altersmedizin wurde. Gleichzeitig hat das KKM Christoph Esten als neuen Chefarzt begrüßt, der die Klinik Anfang Januar mit einem klaren Fokus auf zukunftsorientierte Entwicklungen übernommen hat. Die Veranstaltung markierte einen bedeutsamen Übergang und bot einen würdigen Rahmen, um Dr. Ralph Schulz für seine Verdienste zu danken und Christoph Esten willkommen zu heißen.
Die Veranstaltung begann mit einer herzlichen Begrüßung durch
Frank Mertes (Direktor Unternehmenskultur am KKM), der die Gäste willkommen
hieß und die Bedeutung des Ereignisses unterstrich. Mertes betonte nicht nur
die fachliche Exzellenz von Dr. Schulz, sondern auch seine Menschlichkeit, die
maßgeblich zur Erfolgsgeschichte der Klinik für Akutgeriatrie beigetragen hat.
„Dr.
Ralf Schulz hat die Akutgeriatrie am Katholischen Klinikum von Beginn an
geprägt und sie mit klarer Haltung, fachlicher Exzellenz und großer Menschlichkeit
zu einer standortübergreifend anerkannten Altersmedizin entwickelt“, sagte Jérôme
Korn-Fourcade, Regionalgeschäftsführer der BBT-Region Koblenz-Saffig. „Dr.
Schulz war Architekt und Wegbereiter einer Fachdisziplin, die nicht aus
wirtschaftlichen Motiven heraus entstand, sondern aus der Überzeugung,
geriatrische Medizin konsequent und qualitativ hochwertig zu gestalten – mit
messbaren Ergebnissen und einem klaren Fokus auf den Menschen. Mit Christoph
Esten übernimmt nun ein erfahrener Mediziner die Verantwortung, der diesen Weg
kennt, teilt und weiterentwickeln wird und der die Klinik für Akutgeriatrie
gemeinsam mit dem Team zukunftsorientiert fortführen wird.“










„ Dr. med. Martin Haunschild, Ärztlicher Direktor am Katholischen Klinikum, dankte Dr. Schulz für seine herausragende Arbeit: „Die Geriatrie ist ein zentraler Baustein einer modernen, verantwortungsvollen Krankenhausversorgung. Dr. Schulz hat diese Abteilung über viele Jahre hinweg mit großer fachlicher Kompetenz, Weitsicht und einer klaren menschlichen Haltung geprägt. Für dieses Engagement danke ich ihm ausdrücklich. Mit Christoph Esten übernimmt nun ein Chefarzt die Leitung, der die Geriatrie aus eigener Erfahrung kennt und für Kontinuität ebenso steht wie für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung. Ich bin überzeugt, dass die Abteilung unter seiner Führung sehr gut aufgestellt ist.“
Wenn ich auf meine Zeit in der Geriatrie zurückblicke, dann denke
ich nicht zuerst an Strukturen oder Konzepte, sondern an Menschen“, sagte Dr.
Schulz. „Ich denke an ein Team, das Verantwortung getragen hat, auch in
schwierigen Zeiten, das miteinander gerungen, sich gegenseitig gestützt und nie
den Blick für die Patientinnen und Patienten verloren hat. Dafür empfinde ich
große Dankbarkeit. Geriatrie bedeutet für mich Haltung: zuhören, aushalten,
gemeinsam entscheiden. Diese Haltung durfte ich hier jeden Tag erleben. Mit
Christoph Esten übergebe ich die Abteilung an einen Kollegen, der diese Haltung
lebt und weitertragen wird. Zu wissen, dass dieses gewachsene Miteinander
fortgeführt wird, macht den Abschied leichter – und erfüllt mich mit großer
Ruhe.“

„Die Geriatrie steht wie kaum ein anderes Fach für Menschlichkeit, Verantwortung und Teamarbeit“, sagte Christoph Esten. „Ich übernehme diese Aufgabe mit großem Respekt vor dem, was hier gewachsen ist, und mit der Zuversicht, gemeinsam Bewährtes fortzuführen und Neues mutig zu gestalten. Mein besonderer Dank gilt Dr. med. Ralf Schulz, der diese Abteilung fachlich, strukturell und vor allem in ihrer Haltung entscheidend geprägt hat. Ich durfte 21 Monate eng mit ihm zusammenarbeiten und habe von ihm nicht nur Geriatrie gelernt, sondern vor allem, wie man sie lebt – mit Respekt vor Lebensgeschichten, mit Geduld und mit einem tiefen Verständnis für echte Teamarbeit. Auf diesem Fundament möchte ich aufbauen und den eingeschlagenen Weg im Sinne unserer Patientinnen und Patienten konsequent weitergehen.“
Begonnen hatte die Veranstaltung mit einer Andacht in der Kapelle
am Brüderkrankenhaus, gestaltet von Thomas Müller (katholischer
Krankenhaus-Seelsorger am KKM) und Marcel Kehr (evangelischer Pfarrer von
Montabaur). Musikalische gestaltet wurde die Feierstunde mit klassischen Stücken
von Oliver Razavi (Geige), Laura Scholz (Bratsche), Matteo Gärtner (Cello) und
Mats Hildesheim (Geige) vom Landesmusikgymnasium Montabaur. Im Anschluss trafen
sich die Gäste zu einem Abendimbiss und Begegnungen in der Cafeteria des
Brüderkrankenhauses.