Feier zur Rückkehr der Barmherzigen Brüder

30 Jahre gemeinsame Verantwortung für die Menschen

Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem anschließenden Fest für die Mitarbeitenden der BBT-Region Paderborn/ Marsberg hat das Christliche Klinikum Paderborn an der Betriebsstätte Brüderkrankenhaus St. Josef an einen besonderen Meilenstein seiner Geschichte erinnert

Vor 30 Jahren kehrten die Barmherzigen Brüder Trier als Träger nach Paderborn zurück. Das Jubiläum bot Anlass, auf die bewegte Geschichte des Hauses zurückzublicken und zugleich den Blick nach vorne zu richten.

Das Brüderkrankenhaus wurde 1904 an seinem heutigen Standort in Betrieb genommen. 21 Brüder der Barmherzigen Brüder Trier nahmen ihre Arbeit auf und legten den Grundstein für ein Krankenhaus, das bis heute von christlichen Werten und der Nähe zu den Menschen geprägt ist. Ab 1937 unterstützten Missionsschwestern vom Kostbaren Blut aus Neuenbeken die Pflege der Patientinnen und Patienten.

Nachdem sich die Barmherzigen Brüder 1966 aus Paderborn zurückgezogen hatten, übernahmen die Schwestern die Verantwortung für das Krankenhaus. Im Laufe der Jahre wurde deutlich, dass die Gemeinschaft die Verantwortung für das Haus langfristig nicht mehr allein tragen konnte. 1996 übernahmen die Barmherzigen Brüder erneut die Trägerschaft für das Haus – ein bedeutender Schritt, dessen 30. Jahrestag nun gemeinsam gefeiert wurde.

Bei der Feierstunde erinnerte Schwester Waltraud, die den Übergabeprozess 1996 selbst miterlebt hat, an diese Zeit. „Es war für uns nicht mehr möglich, das Haus zu führen. Es war eine Last, die uns sehr gedrückt hat. Es war eine Erleichterung, das Haus wieder zurückzugeben in die guten Hände der Barmherzigen Brüder“, sagte sie. Gleichzeitig betonte sie die enge Verbundenheit, die auch nach der Übergabe bestehen blieb: „Die Schwestern waren auch nach der Übergabe weiter im Krankenhaus tätig – es war eine gute Zusammenarbeit.“

Auch Bruder Peter Berg, Generaloberer und Mitglied des Aufsichtsrates der BBT-Gruppe, blickte auf die Bedeutung der Rückkehr zurück. Er erinnerte daran, dass der Abschied der Barmherzigen Brüder aus Paderborn viele Jahre nachwirkte. Als 1995 die Anfrage zur erneuten Übernahme der Trägerschaft kam, sei die Entscheidung trotz aller wirtschaftlichen Überlegungen eindeutig gewesen: „Das Votum der Brüder war klar: Wir wollen das.“ Gleichzeitig habe die Rückkehr nach Paderborn weit über die Region hinaus Bedeutung gehabt. „Sie war der Beginn einer neuen Zeit für die Barmherzigen Brüder Trier. Es war die erste Übernahme – danach folgte weiteres Wachstum.“

Landrat Christoph Rüther unterstrich die Bedeutung des Christlichen Klinikums für die Gesundheitsversorgung im Kreis Paderborn und dankte allen Mitarbeitenden sowie den Barmherzigen Brüdern für ihr Engagement. Besonders hob er die hohe medizinische Qualität hervor: „Das ganze Haus ist voller Menschen, die helfen. Die Rettungswagen des Kreises Paderborn fahren gerne hier in die Notaufnahme, weil sie wissen, dass die Menschen hier gut aufgehoben sind.“

Nach dem Gottesdienst und den Grußworten feierten alle Mitarbeitenden der BBT-Region Paderborn/Marsberg bei Live-Musik und köstlichen Burgern aus dem Food-Truck. Gute Gespräche und das Miteinander standen im Mittelpunkt.

Im Rahmen der Feier zur Rückkehr der Barmherzigen Brüder nach Paderborn erinnerte sich Sr. Waltraud von den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut an die Übergabe der Trägerschaft vor 30 Jahren. Unter den Zuhörern sind Julia Wieland (regionale Geschäftsführerin Personal und Kultur), Christoph Robrecht (Direktor für Unternehmenskultur), Br. Peter Berg (Generaloberer und Mitglied des Aufsichtsrates der BBT-Gruppe) und Br. Alfons Maria Michels (Vorsitzender des Aufsichtsrates der BBT-Gruppe; v.r.)
Im Rahmen der Feier zur Rückkehr der Barmherzigen Brüder nach Paderborn erinnerte sich Sr. Waltraud von den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut an die Übergabe der Trägerschaft vor 30 Jahren. Unter den Zuhörern sind Julia Wieland (regionale Geschäftsführerin Personal und Kultur), Christoph Robrecht (Direktor für Unternehmenskultur), Br. Peter Berg (Generaloberer und Mitglied des Aufsichtsrates der BBT-Gruppe) und Br. Alfons Maria Michels (Vorsitzender des Aufsichtsrates der BBT-Gruppe; v.r.)