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Medizintechnik-Geräte für Haiti

Caritas-Krankenhaus und Hohenloher Krankenhaus haben es getan: Sie unterstützen mit einer Spende aus Infusionsspritzenpumpen, Mikroskopen sowie zahlreichen Endoskopie-Geräten die DIANO (Dental International Aid Networking Organisation) bei der medizinischen Versorgung armer Regionen der Karibik.

Feinkörnige Strände, kristallklarer Ozean und Sonne satt – so kennen und lieben Touristen die Karibik. Dass die Inseln aber regelmäßig von politischen Krisen und Naturkatastrophen gebeutelt wird, welche die Bevölkerung in Not, Armut und Obdachlosigkeit treiben, damit befassen sich vor allem internationale Hilfsorganisationen. Darunter ist auch die DIANO (Dental International Aid Networking Organisation). Als spontane zahnärztliche Initiative nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti im Januar 2010 ins Leben gerufen, ist aus dem Kleinprojekt des Singener Zahnarztes Tobias Bauer mittlerweile ein weitmaschiges Netzwerk entstanden, das sich nicht mehr allein mit Mundhygiene befasst, sondern ganze Waisenhäuser und Schulen betreut sowie lokale Krankenhäuser mit medizinischem Bedarfsmaterial unterstützt. Das ist gerade in Zeiten der Corona-Pandemie von besonderer Bedeutung, da das Virus die medizinische Versorgung weiter erschwert. In diesem Zuge haben zwei Krankenhäuser der BBT-Region Tauberfranken-Hohenlohe etwa 80 Infusionsspritzenpumpen zur Gabe von Flüssigkeiten bzw. Medikamenten, Mikroskope sowie zahlreiche Endoskopie-Geräte zur bildunterstützten Untersuchung der inneren Organe gespendet.

Medizintechnische Geräte für Haiti: Holger Friedrich, Mitarbeiter der Medizintechnik, übergibt u. a. zahlreiche Infusionspumpen und ein Mikroskop an DIANO-Gründer Tobias Bauer.
Medizintechnische Geräte für Haiti: Holger Friedrich, Mitarbeiter der Medizintechnik, übergibt u. a. zahlreiche Infusionspumpen und ein Mikroskop an DIANO-Gründer Tobias Bauer.

„Die Geräte – insbesondere die Infusionstechnik – sind noch voll funktionsfähig, entsprechen allerdings nicht mehr den in Deutschland geforderten medizinischen Qualitätsstandards“, erklärt Thomas Voit, Leiter der Medizintechnik. Allein 50 Infusionsspritzenpumpen aus dem Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim und 30 weitere aus dem Hohenloher Krankenhaus in Öhringen seien so – ergänzt durch weitere Geräte – zusammengekommen. „Als Herr Bauer auf mich zugekommen ist, wollte ich ihn zunächst abwimmeln, da die Geräte bei uns in Deutschland weder komplett noch als Ersatzteillager weiterverwendet werden dürfen. Doch dann berichtete er mir von seinen Projekten in der Karibik und schickte direkt auch eine detaillierte Bedarfsliste, auf der von älteren Rollstühlen hin zu Schwarz-Weiß-Druckern und endoskopischen Geräten alles vertreten war.“

Die DIANO legen auf Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe besonders großen Wert. Es gehe nicht darum, den Menschen das fortschrittlichste aller Equipments bereit zu stellen, sondern ihnen überhaupt erst einmal Zugang zu einer medizinischen Versorgung zu bieten und sie in Sachen Mundhygiene und Gesundheitsförderung zu schulen. Dass definitiv jede noch so kleine Unterstützung zähle, betonte DIANO-Gründer Tobias Bauer auch bei den Spendenübergaben an den beiden Krankenhausstandorten Bad Mergentheim und Öhringen gleichermaßen: „Egal ob persönlicher Einsatz vor Ort, Rollstuhl, Zahnfüllmaterial, Mullbinden oder eben Gastroskope für Untersuchungen des Magens - jede noch so kleine Spende stellt eine aktive Hilfe zur Selbsthilfe dar. Dafür möchte ich mich auch im Namen der Menschen auf Haiti bedanken.“ Denn: es gehe vor allem darum, nachhaltig Projekte und die Bevölkerung zu unterstützen, wo die Weltöffentlichkeit nicht so sehr darauf achte. „Die Hilfe kommt gezielt dort an, wo sie auch gebraucht wird“, verspricht Tobias Bauer. „Wenn schon die Umstände, unter denen die medizinische Versorgung stattfindet, nicht optimal sind, sind funktionsfähige Instrumente Gold wert – auch wenn sie eben nicht den neuesten medizinischen Standards entsprechen. Daher herzlichen Dank an das Caritas und das Hohenloher Krankenhaus für diesen tollen Einsatz!“ (Text und Foto: Jasmin Paul)

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