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Mehr als die Hälfte der Absolventen hat eine Anschlussstelle im Caritas-Krankenhaus

Pflegeexamen am Caritas

Pflegeexamen am Caritas

Am Caritas-Bildungszentrum haben jetzt 14 Gesundheits- und Krankenpfleger ihr Examen bestanden – mit teils hervorragenden Ergebnissen: Bei acht von ihnen stand die Eins vor dem Komma, Lisa-Marie Hennich aus Guggenberg erreichte sogar die Traumnote 1,0.

Alle Examinierten haben Anschlussstellen gefunden; acht davon setzen ihre „Lebensreise“ im Caritas fort. In einer Corona-bedingt kleinen Feierstunde wurden ihnen am 11. September die Zeugnisse überreicht.

„Dass so viele hier im Haus bleiben können, freut mich ganz außerordentlich“, sagte die Klassenlehrerein des Kurses 17-20 H Christina Beck. „Auf eurer Reise durch die Ausbildung habt ihr die Projektwoche angesteuert und das Steuerrad immer wieder auf Teambildung ausgerichtet, um eine gute Crew zu bilden, die sich gegenseitig fordert und fördert. Ihr habt – auch mit Hilfe von Freunden und Familie als Rettungsring – allen Wellengängen getrotzt, die Schulstation eigenverantwortlich als Kapitäne gemeistert und am Ende mit Aufwind auf das Examen zugesteuert. Und es mit Bravour gemeistert.“ Dazu sei es nötig gewesen, den Kompass immer mal wieder neu auszurichten oder die Segel im Wind anders zu setzen. „Das wird euch auch weiterhin in der Pflege so gehen“, berichtet die Klassenlehrerin weiter. „Doch ihr habt euch einen Beruf ausgesucht, in dem ihr schier unzählige Möglichkeiten habt, den Kurs mitzubestimmen und etwas zu verändern. Macht davon Gebrauch. Seid der Kapitän auf eurer Reise.“

Examinierte sagen Danke: "Wir sind dank Ihnen an uns selbst gewachsen."

Die ehemaligen Pflegeschülerinnen und -schüler zeigten sich sichtlich bewegt von der Ansprache ihrer Klassenlehrerin und beschenkten das Lehrerteam des Caritas-Bildungszentrums mit individuellen Geschenken. Als Klassensprecherinnen bedankten sich Kim Josefine Kuhlmann und Miriam Kemmer stellvertretend für die gemeinsame Zeit und die tatkräftige Unterstützung in der Ausbildung: „Wir sind dank Ihnen an uns selbst gewachsen. Nicht selten war die Pflegeausbildung eine Achterbahn der Gefühle, aber das stärkste Gefühl von allen war, am Ende immer etwas gelernt zu haben, das wir zum Wohle der Patienten einsetzen können.“

Um Aufbruch und Veränderung, ging es auch in der Rede von BBT-Regionalleiter Thomas Wigant. „Sie haben sich während ihrer dreijährigen Ausbildungszeit weiterentwickelt, ihre neuen Erfahrungen haben Sie geprägt und sie haben dazu geführt, dass Sie sich selbst verändern“, betonte Thomas Wigant und gratulierte den Absolventen zum bestandenen Examen. „Es ist ganz wunderbar, dass wir als Menschen uns, aber auch unseren Beruf verändern können. Die Entscheidung dafür treffen wir ganz allein. Daher mein Rat an Sie als Pflegekräfte: Verharren Sie nicht im Stillstand, sondern ergreifen Sie jede Chance, für sich, Ihren Berufsstand und die Patienten in Ihrer Obhut aktiv zu werden.“

Das unterstrich auch der stellv. Hausobere Michael Raditsch: „Sie haben sich für einen der tollsten, verantwortungsvollsten Berufe überhaupt entschieden. Ein Beruf von Menschen für Menschen. Sie schenken als Pflegekräfte einen Teil ihres Lebens anderen. Gestalten Sie diesen Teil mit viel Herz- und Tatkraft.“ Er wisse aus eigener Erfahrung, dass Pflege ein Knochenjob sei, aber keinesfalls knochentrocken sein oder mit einer verknöcherten, starren Einstellung geleistet werden müsse, denn: Im Leben komme es immer auf die Haltung an. „Bewahren Sie sich ihren aufrechten Gang, den Augenkontakt, die Herzlichkeit, auch wenn es schwere Zeiten für die Pflege sind. Mit ihrer Unterstützung kommt die Weiterentwicklung und sicher auch wieder bessere Jahre im Gesundheitswesen.“

Pflegedirektor Frank Feinauer: "In Ihrem Beruf entdeckt jeder sein ganz einzigartiges Potenzial und Abenteuer."

Ähnlich wie der stellv. Hausobere sah es auch Pflegedirektor Frank Feinauer in seiner Gratulationsrede. Er wollte ganz bewusst nicht näher auf „das C-Unwort der Pandemie“ eingehen, denn jedes Jahr im Gesundheitssystem habe „seine ganz eigenen Unwörter, Tiefen und Krisen, aber auch so viele schöne Dinge zu bieten“. Sollte die frisch Examinierten aber doch einmal der Mut verlassen, könne er ein Motivationsbuch von Reinhold Messner empfehlen. „Darin entdeckt jeder sein ganz einzigartiges Potenzial und Abenteuer“, versprach der Pflegedirektor. Denn schließlich implizieren die Anfangsbuchstaben des Wortes Abenteuer viele Eigenschaften und Fähigkeiten, die in der Pflege unerlässlich seien: A wie Anpassungsfähigkeit an die täglich wechselnden Patienten und Gegebenheiten. B wie bedingungslose Entschlossenheit, den Beruf voranzubringen. E wie Einbildungskraft, nämlich eigene Visionen einzubringen. N wie natürliche Neugier, T wie Teamarbeit, E wie Erfahrung, denn man lerne nie aus. Das U stehe für unbegrenzten Optimismus – „Bei den seit Jahren anhalten politischen Entwicklungen in Sachen Pflegenotstand und Krankenhausschließungen eine ganz pflegetypische Einstellung“, sagte Frank Feinauer. Schließlich noch E für Energie, Enthusiasmus und viele Emotionen sowie R für Risikobereitschaft, denn „damit kann man ein Stück weit Berge versetzen. Machen Sie damit in ihrem Berufsleben weiter“, so der Pflegedirektor.

Schließlich ließ es sich auch Norbert Stolzenberger, Leiter des Caritas-Bildungszentrums, nicht nehmen, die Gesundheits- und Krankenpfleger gebührend zu verabschieden. „Ausbildung ist geprägt von Menschlichkeit, sie ist Beziehungsarbeit: zwischen Ihnen untereinander, zwischen Ihnen und Ihren Ausbildern, zwischen Ihnen und den Patienten und Angehörigen. Dabei lernt man stets voneinander und entwickelt sich weiter. Danke, dass wir Ihnen nicht nur etwas beibringen, sondern auch von Ihnen so einiges lernen durften. Halten Sie Ihr Schiff auf Kurs und bleiben Sie in all Ihrer Fachkompetenz stets menschlich, auch wenn der Beruf Ihnen alles abverlangt. Denn Sie unterstützen Patienten und Angehörige nicht nur in ihrer gesundheitlichen, sondern auch in ihrer seelischen Situation. Bleiben Sie hier stets am Ball – egal ob im Caritas oder in anderen Einrichtungen. Für die Zukunft wünschen wir Ihnen allen nur das Beste!“

Die examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen der Klasse 17-20H (in alphabetischer Reihenfolge): Jo-Anne Apprich (Weikersheim), Marie Eckstein (Walldürn), Denise Ehrmann (Hachtel / Note 1,66), Jasmin Ehrmann (Markelsheim), Lisa-Marie Hennich (Guggenberg / Note 1,0), Miriam Kemmer (Bad Mergentheim / Note 1,66), Helen Kreuter (Heidersbach), Kim Josefine Kuhlmann (Tauberbischofsheim / Note 1,3), Marius Müller (Baldersheim), Stefanie Schneider (Bad Mergentheim / Note 1,66), Annabelle Spitzenberger (Schrozberg / Note 1,3), Denis Stepan (Bad Mergentheim), Rebecca Süß (Weikersheim), Yayla Sinem (Buchen / Note 1,66).

Außerdem hat Zorica Kostoska (Öhringen) die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Abschlüsse im Gesundheitswesen bestanden.

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