12.11.2025 | Brüderkrankenhaus Trier
Die Leber ist die größte Drüse unseres Körpers und übernimmt für diesen nicht weniger als 500 verschiedene Funktionen. „Dieses Organ ist so etwa wie eine Fabrik, eine Bank und eine Müllerverbrennungsanlage in einem“, sagt Professor Dr. med. Hauke Heinzow. Im Rahmen des 26. Deutschen Lebertags, der unter dem Motto „Ist meine Leber gesund?“ stehen wird, informiert der Chefarzt der Inneren Medizin I des Brüderkrankenhauses Trier und national renommierte Leber-Experte bundesweit an gleich zwei Tagen über Erkrankungen des Organs.
„Die Leber schweigt sehr lange, leidet also stumm. Die Müdigkeit ist der Schmerz der Leber“, erläutert Professor Heinzow. Soll heißen: Symptome einer Erkrankung des Organs zeigen sich oft erst in einem späten Stadium. Dabei zählen Leberleiden zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. So weist laut Schätzungen der Deutschen Leberstiftung rund jeder vierte Erwachsene eine nichtalkoholische Fettleber auf – häufig ausgelöst durch Übergewicht, Bewegungsmangel oder eine unausgewogene Ernährung. Doch die Folgen betreffen nicht nur das Organ selbst: Eine geschädigte Leber erhöht auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder bestimmte Krebsarten. Damit steht sie auch im Zentrum vieler sogenannter extrahepatischer Erkrankungen.
Professor Heinzow ist ein bundesweit gefragter Experte für Lebererkrankungen, ihre Diagnose und Therapie bilden einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Chefarzt im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier. Doch Prävention und Früherkennung liegen dem Mediziner ebenfalls sehr am Herzen, weshalb er im Rahmen des 26. Deutschen Lebertags bundesweit Patienten und Interessierte auf verschiedenen Kanälen informieren möchte. „Wer frühzeitig handelt, kann schwere Folgeschäden verhindern“, betont der Mediziner, der am 18. November im Rahmen des Aktionstages an der Telefonaktion der Deutschen Leberstiftung und Gastro-Liga teilnehmen und hierbei von 14 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 0800 6663922 Patientinnen und Patienten Rede und Antwort stehen wird.
Zudem lädt
Professor Heinzow am Donnerstag, 27. November, zu einem Online-Seminar der
Deutschen Leberhilfe e.V. ein. Thema seines Vortrags: „Fettleber - Was tun?“.
Die Veranstaltung, die um 18 Uhr beginnen wird, richtet sich sowohl an
Betroffene als auch an interessierte Laien. Über die Homepage des Vereins -
https://www.leberhilfe.org/ - gelangt man zum kostenfreien Einwahl-Link zur
Online-Veranstaltung.
Bei
Lebererkrankungen ist die Früherkennung wichtig. Denn meist gilt: Je früher
eine Erkrankung der Leber erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf
Besserung und Heilung.