Zur Unternehmensseite

Laser gegen nächtliches Wasserlassen

Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist eine Volkskrankheit, die mit zunehmendem Lebensalter nahezu alle Männer betrifft. Im Gegensatz zur bösartigen Geschwulst, dem Prostatakarzinom, handelt es sich um eine durch Hormonveränderungen verursachte Zunahme des inneren Drüsenanteils.

„Die Prostata kann man sich vereinfacht wie eine Apfelsine mit Schale und Fruchtfleisch vorstellen. Ähnlich wie man die Schale vom Fruchtfleisch bei der Orange ablöst, lässt sich per Laser das überschüssige Gewebe der Prostata vollständig entfernen“, erklärt Dr. Andreas Kutta, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Brüderkrankenhauses St. Josef.

Der Holmium Laser (HoLEP) hat eine hohe Effektivität auf kurze Distanz, so dass die empfindlichen Strukturen an der Prostatakapsel geschont werden. Das abgetragene Gewebe wird nicht verbrannt, sondern zerkleinert und zur histologischen Aufarbeitung eingeschickt, um gegebenenfalls unbekannte Tumorherde festzustellen.

Typische Symptome, beispielsweise häufiges Wasserlassen oder ein schwacher Strahl, können bei vielen Patienten vor einem solchen Eingriff über einen langen Zeitraum mit einer medikamentösen Therapie gemindert werden. Mit zunehmender Erkrankungsdauer und fortschreitendem Wachstum der Prostata ist irgendwann der Zeitpunkt erreicht, an dem die Tablettentherapie nicht hilft.

Der Eingriff findet vollständig durch die Harnröhre, endoskopisch, statt. „Den Patienten wird der Unterbauch-Schnitt mit Drainage und Hautnaht, wie bei der offenen OP notwendig, erspart. Sie erholen sich schneller von dem Eingriff als bei einer offenen Operation“, so Kutta.

Die HoLEP ist das einzige Laserverfahren, das von der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) hinsichtlich der Langzeitergebnisse als Alternative zur offenen OP mit dem höchstem Bewertungsgrad versehen wurde.

Fadi Nazha (vorne), Leitender Oberarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, sieht auf dem Bildschirm, wie er das Instrument durch die Harnröhre schiebt. Vanessa Wünsche, Operationstechnische Assistentin, reicht Instrumente an: im Hintergrund Chefarzt Dr. Andreas Kutta neben dem Lasergerät. Sobald der Laser eingeschaltet wird, tragen die Operateure Laserschutzbrillen.
Fadi Nazha (vorne), Leitender Oberarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, sieht auf dem Bildschirm, wie er das Instrument durch die Harnröhre schiebt. Vanessa Wünsche, Operationstechnische Assistentin, reicht Instrumente an: im Hintergrund Chefarzt Dr. Andreas Kutta neben dem Lasergerät. Sobald der Laser eingeschaltet wird, tragen die Operateure Laserschutzbrillen.

Diese Website verwendet Cookies.
Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Nutzungsverhalten zu sammeln. Personenbezogene Daten werden von uns nicht erhoben und bedürfen, wie z. B. bei der Nutzung von Kontaktformularen, Ihrer expliziten Zustimmung. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Diensten und zum Widerruf finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Ihre Einwilligung dazu ist freiwillig und für die Nutzung der Webseite nicht notwendig.