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Nachtruhe

Gute Nacht – Tipps für einen guten Schlaf

Erscheint das Schlafen im Säuglings- und Kindesalter noch leicht – verbringen Neugeborene doch etwa 16 Stunden täglich schlafend –, findet manch Erwachsener nachts zunehmend keine Ruhe mehr. Die Gründe dafür können vielseitig sein.

Schlafen wie ein Siebenschläfer? Seinen Namen verdankt der kleine Nager der Tatsache, dass er einen mindestens sieben Monate dauernden Winterschlaf hält. 
Foto: istockphoto
Schlafen wie ein Siebenschläfer? Seinen Namen verdankt der kleine Nager der Tatsache, dass er einen mindestens sieben Monate dauernden Winterschlaf hält.
Foto: istockphoto
 
 

Schlaf gehört wie Essen und Trinken zu den menschlichen Grundbedürfnissen, denen wir täglich nachgehen. In einer Nacht durchschläft der Mensch unbewusst fünf verschiedene Schlafstadien: Während die beiden ersten Phasen als „Leichtschlaf“ bezeichnet werden, erreicht man in den beiden folgenden Phasen den Tiefschlaf. Diesem schließt sich der sogenannten REM-Schlaf an, dessen Bezeichnung auf das „Rapid Eye Movement“, die schnelle Augenbewegung, zurückzuführen ist. In diesem Stadium erfolgt die Verarbeitung von Erlebnissen und Eindrücken mit Hilfe von lebhaften Träumen. Dass jeder Mensch in der Nacht zwischen 20 bis 30 Mal aufwacht, ist dabei normal und keineswegs bedenklich. Denn in der Regel dauern diese wachen Momente nicht länger als zwei Minuten an, weshalb man sich am Morgen auch nur selten an sie erinnert.

Vier bis acht Stunden Schlaf

Nach wie vor eine vieldiskutierte Frage ist die nach der Dauer des benötigten Schlafs. Dürfte die mittlere Schlafdauer bei sieben bis acht Stunden liegen, ist die minimale Dauer bei vier Stunden zu verorten. „Mit weniger kommt man wirklich nicht hin“, sagt Dr. Joachim Vogt, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin III/Pneumologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und erläutert weiter: „Selbst der ausgesprochene Kurzschläfer holt sich seinen Tiefschlaf.“ Dabei sei der Schlafrhythmus von Natur aus vorgegeben, wie vielfältige Experimente zeigten. Die „innere Uhr“ bestimmt den „Chronotypus“ des Menschen und somit, ob er eher eine Lerche, also ein Frühaufsteher oder eine Eule und folglich nachtaktiv ist und morgens schwer aus dem Bett kommt. Auch Mischformen sind möglich.

Technicken, die das Einschlafen erleichtern

Einschlafen vor dem Fernseher sollte man vermeiden.
Nicht zu empfehlen: vor dem Fernseher einschlafen. Denn wer vor seinem TV-Gerät schlummert – und das sind laut Umfragen nicht wenige –, nickt meist nur kurz ein und mindert so den Schlafdruck.
 

Nächtliche Grübeleien gehören zu den wichtigsten „Schlafräubern“. Eine Technik, das Gedankenkarussell zu stoppen, ist, den eigenen Atem zu beobachten und so die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken. Das lässt sich auch durch ein „Ruhebild“, das man sich vorstellt, erreichen. Diese Übungen sollten zunächst am Tag einstudiert und bei Erfolg dann im Bett angewandt werden. Nicht zu empfehlen: vor dem Fernseher einschlafen. Denn wer vor seinem TV-Gerät schlummert – und das sind laut Umfragen nicht wenige –, nickt meist nur kurz ein und mindert so den Schlafdruck. Um wirklich gut schlafen zu können, benötigt man aber die nötige „Bettschwere“.

70 bis 80 Prozent der Patienten profitierten von der Schlafschule, die insgesamt zehn Therapieeinheiten in Kleingruppen mit jeweils vier Patienten umfasst.

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

Dr. Joachim Vogt
Chefarzt der Abteilung
Innere Medizin III/Pneumologie
Tel.: 0651/208-2784
Trierer Schlafschule
Tel.: 0651/4361150


www.schlafschule-trier.de

Steigerung der Schlafeffizienz

Katzen wissen, wie gesund Schlaf ist. Deshalb schlafen sie bis zu 16 Stunden am Tag.
Katzen wissen, wie gesund Schlaf ist. Deshalb schlafen sie bis zu 16 Stunden am Tag.

Durch unsere heutige „Non-Stop-Gesellschaft“ wird diese körpereigene und somit individuelle Taktung jedoch oftmals zerstört. Die Folge: Immer mehr Menschen fällt es schwer, nachts zur Ruhe zu kommen und im Schlaf die ersehnte Erholung zu finden. Solche schweren Schlafstörungen bis hin zur Schlaflosigkeit nennt man Insomnie, innerhalb derer sich eine schlechte Schlafqualität, Müdigkeit am Tag und Erschöpfung zu einem Krankheitsbild addieren. Daher nennt Dr. Jobst Scherler, Psychologischer Psychotherapeut und Leiter der Trierer Schlafschule, die Angst davor, nicht mehr schlafen zu können, als den Zeitpunkt, ab dem Betroffene Hilfe suchen sollten. Diese können sie unter anderem in der Trierer Schlafschule finden. Ziel ist es dort, im Rahmen einer Art kognitiver Verhaltenstherapie eine eigene „Schlafarchitektur“ zu entwerfen um die Schlafeffizienz zu steigern. Vordergründig ist dabei, seinen jeweiligen Schlaftypus anhand eines Schlaftagebuchs zu erkennen und somit einen objektiven Blick auf den eigenen Schlaf für die weitere Behandlung zu gewinnen. „Nicht so sehr die Zeit, die man schläft ist wichtig, sondern die Qualität macht es“, betont Scherler.

Wenn die Luft wegbleibt

Neben der Insomnie kann auch das Schnarchen zu schlaflosen Nächten führen – sowohl für die Schnarchenden selbst als auch für die Partner. Gefährlich wird es dann, wenn zu den nervenraubenden Geräuschen Atemaussetzer hinzukommen und es zu einer sogenannten Schlafapnoe kommt. Hierbei wird der Körper durch vermehrte Atempausen, die teilweise bis zu 80 Sekunden lang sind, nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Dies führt zu nächtlichen Weckreaktionen, die vom Betroffenen nicht selbst bemerkt werden. Solche Atemaussetzer bringen nicht nur einen Entzug der Tief- und Traumschlafphase, Müdigkeit am Tag sowie drohenden Sekundenschlaf mit sich, sondern auch gesundheitliche Folgen, wie ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruckerkrankungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch Depressionen können auftreten.

Nächtliche Überwachung

Stellt der Hausarzt unter anderem anhand eines Fragebogens zur Tagesschläfrigkeit (Epworth Sleepiness Scale) eine mögliche Schläfrigkeit fest oder ist eine ambulante Messung, die sogenannte Polygrafie, bei niedergelassenen Lungenfach- oder HNO-Ärzten auffällig, sollte der Weg ins Schlaflabor führen. Hier werden mit Hilfe von am Kopf, im Gesicht, an den Beinen, der Brust und dem Bauch des Patienten befestigten Messkabeln umfangreiche Daten erfasst. „In der ersten Nacht werden Atmung, Muskeltonus, Hirnströme, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung im Blut genauestens überwacht“, erklärt Dr. Hans-Christian Buschmann, Chefarzt der Pneumologie sowie des Schlaflabors im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn. Stellen die Ärzte einen positiven Befund fest, sei eine Behandlung mit einem sogenannten CPAP-Gerät (Continuous Positive Airway Pressure) notwendig. „Dies ist ein Gerät, welches mittels einer Maske einen erhöhten Druck in den Atemwegen erzeugt und so dafür sorgt, dass das Schnarchen und die Atempausen verschwinden“, so Dr. Buschmann weiter.

Hilfe durch CPAP-Maske

Schlaflabor

Auch im Schlaflabor des Katholischen Klinikums Koblenz ∙ Montabaur wird Menschen mit einem nachgewiesenem Schlafapnoe-Syndrom solch eine CPAP-Maske verordnet, angepasst und auf ihren korrekten Sitz überprüft. „Das Erste, was ich immer gefragt werde ist: Wie lange muss ich die Maske tragen?“, erzählt Dr. Wolfang Neumeister, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin/Pneumologie, Schlaf- und Beratungsmedizin im Marienhof in Koblenz. Seine klare Antwort: „Lebenslang.“ Im Vergleich zu den möglichen Folgen des Syndroms müsste das wohl das kleinere Übel sein, führt es doch zu ruhigen und erholsamen Nächten.

Hier finden Sie Hilfe:

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier
Dr. Joachim Vogt
Chefarzt der Abteilung Innere Medizin III / Pneumologie
Tel.: 0651/208-2784

www.bk-trier.de

 
Trierer Schlafschule
Tel.: 0651/4361150

www.schlafschule-trier.de 
 

Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn
Dr. med. Hans-Christian Buschmann
Chefarzt, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
Tel.: 05251/702-1400

www.bk-paderborn.de
 
Katholisches Klinikum Koblenz ∙ Montabaur
Dr. Wolgang Neumeister
Chefarzt der Klinik für Innere Medizin / Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Tel.: 0261/496-3121

www.kk-km.de

 
 
 
 
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